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Regionalisierung via DAB+: Pilotprojekt im Funkhaus Regensburg gestartet

Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) und Radio Charivari Regensburg starten ein Pilotprojekt zur Regionalisierung von DAB+ Programmen. Charivari schaltet auf UKW sein Netz in fünf Lokalsendegebiete (Cham, Schwandorf, Kelheim, Neumarkt, Regensburg) auseinander, über DAB+ stehen dem Lokalsender  aber nur drei Sendeplätze zur Verfügung. Die Lösung bietet die sogenannte dynamische Rekonfiguration. So können einerseits die Regionalprogramme analog zum UKW-Sendesignal auch über DAB+ individuell ausgesteuert werden. Andererseits wird die DAB+ Verbreitung für den Privatfunk wirtschaftlicher, weil nur drei digitale Sendesignale für fünf Sendegebiete eingesetzt werden müssen. Die BLM fördert die dynamische Auseinanderschaltung zudem im Rahmen eines Pilotprojektes.

„Seit fast 30 Jahren erreicht charivari seine Hörer in Cham, Schwandorf, Kelheim, Neumarkt und Regensburg mit regionalen Informationen. Die Verbreitung von charivari auf DAB+ ist einer der wichtigsten Bausteine in einer umfassenden Digitalstrategie des Funkhaus Regensburg. Als Teil dieser Strategie ist charivari nun in der Lage, mittels der dynamischen Rekonfiguration individuelle DAB+ Sendesignale zielgruppengerecht auszuspielen“, sagt Charivari-Geschäftsführer Martin Schelauske.

„Der bayerische Weg beim terrestrischen Digitalradio mit einem engen Schulterschluss von Freistaat, Landeszentrale mit privatem aber auch öffentlich-rechtlichem Rundfunk war von Anfang an der richtige Weg. Dies stärkt vor allem auch den Lokalfunk in der digitalen Welt und macht ihn damit zukunftsfähig“, betont Dr. Thorsten Schmiege, Geschäftsführer der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM).

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