Schweizer SRG baut Führung ab und spart 80 Millionen Franken bis 2027

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft treibt ihren Sparkurs und Umbau voran. Unter dem Projektnamen Enavant reagiert das öffentlich-rechtliche Medienhaus auf veränderte Nutzungsgewohnheiten und eine politisch beschlossene Senkung der Medienabgabe. Bis zum Jahr 2029 muss das Unternehmen insgesamt rund 270 Millionen Franken einsparen. Für das Jahr 2027 stehen nun konkrete Kürzungen in Höhe von 80 Millionen Franken fest.

Der Rotstift wird vor allem im administrativen und betrieblichen Bereich angesetzt. Rund 95 Prozent der für 2027 geplanten Summe sollen durch schlankere Strukturen, effizientere Prozesse und neue Herstellungsweisen zusammenkommen. Auf den obersten drei Führungsebenen streicht die SRG mehr als ein Fünftel der bisherigen Stellen im Vergleich zu 2024. Zudem wurden Bereiche wie Finanzen, Personal, Technik und Produktion sprachregional übergreifend zusammengelegt, um Doppelspurigkeiten zu vermeiden.

Trotz des Fokus auf Verwaltung und Technik wird der Sparkurs auch im laufenden Programm sichtbar werden. Das Medienhaus betont jedoch, ganze Sendungen und Sendeketten nach Möglichkeit zu erhalten. Stattdessen sollen bestehende Formate kostengünstiger produziert werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei die verstärkte Zusammenarbeit der vier Sprachregionen, insbesondere bei fiktionalen Inhalten und im Sport.

Für die Mitarbeitenden bedeutet der Umbau einen Stellenabbau, der laut Unternehmensleitung teilweise über natürliche Fluktuation und Pensionierungen abgewickelt wird. Für betroffene Angestellte greift ein Sozialplan. Die einzelnen Regionalgesellschaften – beginnend mit SRF in der Deutschschweiz – informieren in diesen Tagen ihre Teams im Detail über die jeweiligen Auswirkungen auf Programme und Redaktionen. Weitere Sparschritte für die Jahre 2028 und 2029 sollen schrittweise folgen.

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