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Radio Bremen startet Podcast-Soap für ARD Audiothek

Die fünfköpfige Großstadtfamilie Lüders beginnt ihr neues Leben im Dörfchen Neulich – im Umzugskarton Fragen zur geschlechtlichen Identität, Teenagerliebeskummer und ewige Lebensträume nach Selbstverwirklichung und Idylle auf dem Land. Die treffen in „Lost in Neulich“ nicht nur auf die freizügige Alt-68er-Verwandtschaft.

„Lost in Neulich – Kein Dorf für Anfänger“ ist die neue Fiction-Serie exklusiv für die ARD Audiothek. Der populär und seriell erzählte Podcast mit Soap-Elementen startet am 9. März. Neue Folgen erscheinen mittwochs und sonntags, ab April immer sonntags (jeweils ca. 20 Min. Länge) in der ARD Audiothek. Vorab sind die ersten beiden der insgesamt 24 Folgen (#1: „Umzug mit Hindernissen, #2: „Startschwierigkeiten“) bereits abrufbar.

Jan Weyrauch, Programmdirektor (Radio Bremen): „herausragender Audiocontent exklusiv in der ARD Audiothek“

„Wir starten mit ‚Lost in Neulich‘ unsere ‚ARD Audiothek Originals‘. Unter diesem Label werden wir zukünftig herausragenden Audiocontent exklusiv in der ARD Audiothek anbieten, zu Beginn vor allem fiktionale Serien“, so Jan Weyrauch, Programmdirektor von Radio Bremen: „Unterstützt werden wir dabei dankenswerterweise von den Popwellen der ARD. An dieser ersten außergewöhnlichen Serie sind MDR, SWR, rbb, Radio Bremen und die ARD-Koordination Junge Angebote beteiligt. Weitere Sender wollen sich in Zukunft anschließen, denn etwas in der Größe bekommen wir am besten in Kooperation miteinander hin.“

„Lost in Neulich“: Eine schräge Familie – Ein Dorf – Ein düsteres Geheimnis

Sandra Lüders (Tessa Mittelstaedt) kommt ursprünglich aus Neulich, hat aber lange mit ihrer Familie in der Großstadt gewohnt. Nun zieht sie, zusammen mit Ehemann Thomas (Martin Engler), den Teenagern Justus (Christoph Moreno) und Jana (Ella Lee) sowie Baby Finja, zurück in ihr altes Dorf zu ihrer freizügigen Alt 68er-Mutter Monika (Cornelia Lippert). Doch Sandra ist nicht nur die argwöhnisch betrachtete Rückkehrerin aus der Großstadt, sie stört empfindlich die vermeintliche Dorfidylle: Ihr Job ist es, den Bau einer großen Batteriezellenfabrik schmackhaft zu machen. Die Dorfgemeinschaft bekämpft das Projekt und Sandras Vorgängerin ist nach einigen Auseinandersetzungen spurlos verschwunden. Zu allem Überfluss haben die Lüders natürlich auch ganz eigene Probleme: Als berufstätige Mutter kämpft Sandra nicht nur mit der Work-Life-Balance. Sohn Justin hat Liebeskummer und Vater Thomas träumt von Selbstverwirklichung als Musiker. Tochter Jana wiederum sucht nach ihrer geschlechtlichen Identität und nennt sich ab sofort Jan.

Karsten Binder, Projektleiter (Radio Bremen): „aktuelle gesellschaftliche Diskurse auf neue Art inszeniert“

„Die Inszenierung in zum Teil witzigen Dialogen nimmt auf eine neue Art aktuelle gesellschaftliche Diskurse auf, beispielsweise die Geschlechtsidentitätssuche, das Zusammenleben mit mehreren Generationen und den wachsenden Rassismus in der deutschen Gesellschaft“, verrät Karsten Binder, Radio Bremen-Projektleiter, und erklärt: „Die Serie lebt durch glaubhafte akustische Settings, authentische Figuren und lebendige Dialoge und bleibt dabei in den Themen unterhaltsam und anspruchsvoll zugleich.“

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