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NRW-SPD fordert DAB+-Förderung für Lokalradios

Die SPD-Landtagsfraktion hatte gestern  zu einem Workshop zur „Zukunft der Lokalradios in NRW“ in den Düsseldorfer Landtag geladen. Mehr als  70 Vertreterinnen und Vertreter des Lokalfunks waren aus ganz Nordrhein-Westfalen angereist, um über die Herausforderungen des Radiomarkts zu diskutieren.

Bild: SPD

Alexander Vogt, medienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW: „Die SPD-Fraktion im Landtag steht klar zum Zwei-Säulen-Modell aus Betriebsgesellschaften und Veranstaltergemeinschaften und dem Ziel, die privaten Lokalradios in ihrer bisherigen Struktur mit eigenständigen Redaktionen zu erhalten. Dieses erfolgreiche System muss auch in die digitale Welt übertragen werden.”

Die möglichen Umrüstungskosten in Millionenhöhe für die Verbreitung des Digitalradiostandards könnten die Privatradios nicht alleine stemmen. Die SPD-Fraktion fordert deshalb die Landesregierung auf, den technischen Einstieg in DAB+ finanziell zu fördern. Bisher sieht die Medienanstalt NRW eine solche Umstiegsförderung nicht vor.  “Weiterhin appellieren wir an die Landesregierung, schnellstmöglich einen Runden Tisch zur Zukunft des Radiomarktes in Nordrhein-Westfalen einzuberufen. An dem Runden Tisch müssen alle gesellschaftlich relevanten Vertreterinnen und Vertreter des privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunks sowie der Landesregierung und des Landtags beteiligt werden“, sagt Vogt.

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, auch in NRW engagiert in die DAB+ Programmvielfalt zu investieren. Gerade mit Blick auf die vielen wertvollen Lokalprogramme kommen deren Betreiber nicht an der Digitalisierung des terrestrischen Hörfunks vorbei, wenn sie auch in Zukunft relevant bleiben wollen“, findet Willi Schreiner, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Digitalradio Deutschland. Man erwarte, dass Bund und Länder den Verbreitungsweg DAB+ durch gezielte Maßnahmen stärken, etwa durch Anpassung der Regelungen zur Interoperabilität im Telekommunikationsgesetz, wonach alle künftig in Deutschland verkauften Radios mit einer digitalen Schnittstelle, z.B. für den Empfang von DAB+, ausgeliefert werden sollten.

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