
Viaplay Radio treibt die digitale Transformation in Schweden weiter voran und plant, die Reichweite seines DAB+-Netzes bis zum Sommer massiv zu erhöhen. Wie Radiochef Christer Modig bekannt gab, soll die Abdeckung bis dahin auf 65 Prozent der schwedischen Bevölkerung steigen. Damit reagiert das Medienunternehmen auch auf die geltenden Versorgungsauflagen, die im Rahmen der digitalen Sendelizenzen bis zum Ende der laufenden Periode erfüllt werden müssen.
Über Jahre hinweg war das digitale Angebot von Viaplay primär auf die drei großen Ballungszentren sowie die Städte Uppsala und Gävle begrenzt. In den vergangenen Monaten hat sich die Strategie jedoch deutlich gewandelt. In enger Zusammenarbeit mit dem staatlichen Netzdienstleister Teracom wurden zahlreiche neue Standorte erschlossen. Zu den neu angebundenen Städten gehören unter anderem Örebro, Västerås, Helsingborg und Halmstad, womit Viaplay seine Präsenz in der Fläche deutlich stärkt.
Der aktuelle Fokus der Ausbaustufe liegt vor allem auf der Infrastruktur entlang der wichtigen Verkehrsader E4 südlich von Gävle sowie auf den bevölkerungsreichen Regionen Mälardalen und Schonen im Süden des Landes. Laut Modig ist die Priorisierung klar definiert, dennoch bleibe man offen für die Erschließung weiterer Orte. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass sich für die jeweiligen Standorte kosteneffiziente technische Lösungen realisieren lassen. Mit diesem Schritt festigt Viaplay seine Position im schwedischen Digitalradiomarkt und stellt die Weichen für eine flächendeckende digitale Zukunft abseits der klassischen UKW-Verbreitung.