
Media Broadcast treibt den Ausbau des ersten bundesweiten DAB+ Programmpakets auch im Jahr 2026 voran. Bis zum Jahresende wird das Sendernetz durch zehn neue Anlagen in sieben Bundesländern verdichtet, womit die Gesamtzahl der Sendeanlagen auf 192 ansteigt. Ziel der Maßnahme ist es, die technische Reichweite in der Fläche für die teilnehmenden öffentlich-rechtlichen und privaten Radioprogramme weiter zu optimieren.
Startschuss in Baden-Württemberg
Der Beginn der diesjährigen Erweiterung erfolgte bereits am 29. Juni mit der Inbetriebnahme des Senders im baden-württembergischen Rottweil. Im weiteren Verlauf des Jahres folgen bundesweit neun zusätzliche Standorte. Dazu zählen Heidenheim und Witthoh/Emmingen-Liptingen, die ebenfalls in Baden-Württemberg liegen, sowie Gemünden am Main in Bayern. Im Norden Deutschlands gehen Anlagen in Heringsdorf und Puttgarden auf der Insel Fehmarn in Schleswig-Holstein sowie in Wustrow in Mecklenburg-Vorpommern ans Netz. Komplettiert wird der Ausbau durch Linz in Rheinland-Pfalz, Suhl in Thüringen und Weißwasser in Sachsen.
Optimierung der Flächenversorgung für 13 Programme
Die Auswahl der neuen Standorte wurde insbesondere auf Anregung von Deutschlandradio getroffen, um verbliebene Lücken in der Flächenversorgung zu schließen. Von der verbesserten Sendeleistung profitieren die öffentlich-rechtlichen Programme Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur, Deutschlandfunk Nova sowie Dokumente und Debatten.
Ebenso steigern die im ersten Bundesmux vertretenen Privatsender ihre technische Reichweite in den jeweiligen Regionen. Hierzu gehören Absolut relax, Energy Digital, ERF Plus, Klassik Radio, Radio Bob, Radio Horeb, Radio Schlagerparadies, Schwarzwaldradio und sunshine live.
Hohe Abdeckung für den Inhouse- und Mobilempfang
Durch die Inbetriebnahme der neuen Sender erhöht sich die Gesamtreichweite des Multiplexes signifikant. Bis Ende 2026 sollen etwa 78,4 Millionen Menschen die Möglichkeit haben, das Programmpaket mit einer herkömmlichen Zimmerantenne zuhause zu empfangen, was einem Bevölkerungsanteil von über 92 Prozent entspricht.
Für den mobilen Empfang wird zum Jahresende eine Flächenabdeckung von fast 98 Prozent prognostiziert. Die Abdeckung entlang der Bundesautobahnen liegt nach Angaben des Netzbetreibers bereits heute bei über 99 Prozent und kommt damit einer Vollversorgung gleich.
Ein leistungsfähiges und dichtes Sendernetz bilde die Grundlage für den digitalen Hörfunk auf nationaler Ebene, erklärt Francie Petrick, Geschäftsführerin von Media Broadcast. Durch die gezielte Stärkung der Infrastruktur und das Schließen weiterer Versorgungslücken solle DAB+ im Alltag der Menschen noch zuverlässiger verfügbar gemacht werden – sowohl zuhause als auch unterwegs.