
Der Medienausschuss Mecklenburg-Vorpommern (MAMV) hat in seiner jüngsten Zusammenkunft wichtige Weichen für die lokale UKW-Landschaft gestellt. Die entsprechenden Beschlüsse wurden auf der 357. Sitzung des Gremiums gefasst, die am 24. Juni 2026 ab 15:00 Uhr im Mediatop Schwerin in der Wismarschen Straße tagte.
Ein wesentlicher Beschluss betrifft die Frequenzversorgung der Evangelischer Presseverband Norddeutschland GmbH, der Veranstalterin des Programms „Radio Paradiso“. Die bisherige Zuweisung der Stralsunder UKW-Frequenz 103,6 MHz, die mit einer Sendeleistung von 250 Watt betrieben wurde, wird mit Wirkung zum 1. September 2026 offiziell widerrufen. Im Zuge dessen erhält der Veranstalter für den Standort Stralsund die neue Frequenz 98,9 MHz zugewiesen. Auf dieser darf ab dem 1. September 2026 mit einer leicht erhöhten Leistung von 400 Watt gesendet werden. Diese neue Zuweisung ist bis zum 31. Dezember 2034 befristet.
Darüber hinaus bereinigt der Ausschuss das Spektrum der für den privaten Hörfunk zugeordneten UKW-Kapazitäten im Bundesland. Mit Wirkung ebenfalls zum 1. September 2026 werden acht Frequenzen an sechs Standorten vollständig aufgehoben. In Stralsund betrifft dies neben der nun freigewordenen 103,6 MHz auch die Frequenz 103,1 MHz mit 200 Watt. In der Hansestadt Rostock entfallen künftig die Übertragungskapazitäten 92,4 MHz mit 100 Watt sowie 106,5 MHz mit 200 Watt. Von den Aufhebungen sind zudem die Frequenzen 87,8 MHz in Greifswald mit 800 Watt, die 90,1 MHz in Schwerin mit 200 Watt und die 97,0 MHz in Wismar mit 200 Watt betroffen. Komplettiert wird dieser Schritt durch die Streichung der 103,3 MHz in Ahrenshoop, die über eine Leistung von 630 Watt verfügte.