Trauer um Eicke Götz: Ein Pionier für den privaten Rundfunk ist verstorben

Die Radio- und Medienbranche trauert um eine prägende Figur der deutschen Rundfunkgeschichte. Der CSU-Politiker, Jurist und ehemalige Bundestagsabgeordnete Eicke Götz ist im Alter von 86 Jahren verstorben. Während er in der breiten Öffentlichkeit vor allem als langjähriger Bürgermeister von Gröbenzell und als streitbarer Geist im Bonner Parlament bekannt war, hinterlässt er insbesondere in der privaten Radiolandschaft bleibende Spuren.

Götz galt in den 1980er- und 1990er-Jahr als einer der maßgeblichen Wegbereiter für den privaten Rundfunk in Deutschland. Als Rechtsexperte und Medienpolitiker setzte er sich maßgeblich für die rechtliche Verankerung und die Liberalisierung des Marktes ein, um privaten Anbietern überhaupt erst den Zugang zum Äther zu ermöglichen. Seiner Initiative und seinem juristischen Geschick ist es mitzuverdanken, dass die Monopolstellung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aufgebrochen wurde und sich eine vielfältige, duale Medienlandschaft entwickeln konnte. Für viele Radiomacher der ersten Stunde war er ein wichtiger Verbündeter in der Politik, der den Wert von Wettbewerb und publizistischer Vielfalt im Radio früh erkannte und verteidigte.

Mit Eicke Götz verliert die Medienwelt einen Weichensteller, dessen medienpolitisches Engagement das Fundament für die heutige private Radiolandschaft mitgestaltet hat. Der Trauergottesdienst findet am Sonntag, den 14. Juni, in seiner Heimatgemeinde Gröbenzell statt.

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