
Das Freie Radio für Stuttgart (FRS) blickt in diesem Jahr auf sein 30-jähriges Bestehen zurück. Was am 28. September 1996 mit der ersten regulären Sendung begann, hat sich zu einer festen Institution der baden-württembergischen nichtkommerziellen Radiolandschaft entwickelt.
Die Anfänge des Senders gehen auf das Jahr 1993 zurück, als ein novelliertes Landesmediengesetz in Baden-Württemberg den Weg für nichtkommerzielle Lokalradios freimachte. Der Weg bis zum Sendestart war jedoch zunächst von frequenztechnischen und politischen Herausforderungen geprägt. Erst Ende 1995 erhielt der dafür gegründete Förderverein die Lizenz für die UKW-Frequenz 97,2 MHz. Nach einer anschließenden markenrechtlichen Auseinandersetzung mit dem damaligen Süddeutschen Rundfunk nahm der Sender schließlich seinen bis heute gültigen Namen an. Um die technische Reichweite zu verbessern, wechselte das FRS im Jahr 2003 auf die stärkere Frequenz 99,2 MHz. Heute gehören auch Livestreaming und eine Mediathek zu den fest etablierten Verbreitungswegen des Senders.
Das Programm wird mittlerweile von mehr als 200 ehrenamtlichen Radiomacherinnen und Radiomachern eigenverantwortlich gestaltet. Die Finanzierung des werbefreien Senders stützt sich auf öffentliche Fördermittel, Mitgliedsbeiträge, Projektgelder und Spenden. Seit 2013 produziert das FRS aus den aktuellen Räumlichkeiten in der Stöckachstraße, die neben zwei Sendestudios auch Platz für Seminare und Veranstaltungen bieten. Neben dem reinen Sendebetrieb legt das FRS einen starken Fokus auf die Medienbildung und kooperiert regelmäßig mit Schulen, Hochschulen sowie Kulturinstitutionen.
Das Jubiläumsjahr wird von verschiedenen Sonderveranstaltungen begleitet. Ein zentraler Höhepunkt ist das Sommerfest des Senders, das am 19. September stattfindet. Darüber hinaus richtet das Freie Radio für Stuttgart in diesem Jahr vom 29. Oktober bis zum 1. November den Kongress des Bundesverbandes Freier Radios (BFR) aus. Weitere Programmpunkte des Jubiläumsjahres umfassen unter anderem Live-Übertragungen vom Umsonst & Draußen Festival im August sowie musikalische und literarische Sonderformate bis in den späten Herbst hinein.