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Norwegen: Lokalradios bleiben bis 2031 auf UKW

Die norwegischen Lokalradios können bis 2031 weiter auf UKW senden. Die neue norwegische Regierung, bestehend aus der sozialdemokratischen Arbeitspartei und der Zentrumspartei, hat dieses Vorhaben in ihrer Koalitionsvereinbarung festgehalten.

Bisher sollten die Lokalsender 2027 dem Vorbild der landesweiten UKW-Programme folgen und endgültig auf DAB+ wechseln. Zunächst war der Umstieg bereits für das Jahr 2022 vorgesehen gewesen.

2019 hielten noch 198 Lokalradios UKW-Konzessionen. Dies sind vor allem Programme in ländlicheren Regionen, aber auch in den Großstädten senden immer noch einige nichtkommerzielle Sender und Nischenformate wie das Osloer Radio Latin-Amerika oder das Bergener Studentenradio auf UKW. Die größeren kommerziellen Stadtradios sind hingegen wie die landesweiten Radioprogramme bereits 2017 auf DAB+ umgestiegen.

Die neue norwegische Regierung verfügt, wie in Skandinavien nicht unüblich, über keine Mehrheit im Parlament, deshalb braucht sie die Unterstützung weiterer Parteien, um die Verschiebung des Umstiegs von UKW auf DAB+ umzusetzen. Laut norwegischen Medienberichten zeichnet sich aber eine Mehrheit für den Vorschlag ab.

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