Nahtlose Übergänge im Programm: PURE Jingles präsentiert neue Imaging-Technologie

Auf den diesjährigen Radiodays Europe hat das Audio-Branding-Unternehmen PURE Jingles eine technologische Neuerung vorgestellt, die das Klangbild von Radiostationen maßgeblich verändern könnte. Unter dem Namen „Harmony“ wurde ein System präsentiert, das die Brücke zwischen dem laufenden Musikprogramm und den Elementen des Sender-Imagings vollständig schließt. Das Ziel der Entwickler ist es, die oft hörbaren Brüche zwischen Songs und Jingles zu eliminieren und einen konsistenten Programmfluss zu schaffen.

Die technologische Basis von Harmony sorgt dafür, dass Station-IDs und Jingles in Echtzeit sowohl harmonisch als auch rhythmisch an die gespielten Musiktitel angepasst werden. Durch den automatischen Abgleich von Tonart und Tempo entstehen Übergänge, die für das menschliche Ohr natürlicher wirken. Bisher war diese Form der Perfektion im Radio-Alltag oft nur mit hohem manuellem Aufwand in der Produktion oder durch Kompromisse im Flow zu erreichen. Die neue Lösung automatisiert diesen Prozess nun vollständig und generiert für jeden Übergang ein passendes Element.

Für Radiomacher bietet diese Entwicklung laut Hersteller handfeste Vorteile im Wettbewerb. Ein harmonischerer Sound trägt dazu bei, dass Hörer weniger akustische Reize erhalten, die sie zum Abschalten bewegen könnten, was wiederum die Verweildauer (TSL) positiv beeinflussen soll. Zudem entlastet die Automatisierung das Moderationspersonal, da technische Anpassungen wegfallen und somit mehr Raum für die inhaltliche Gestaltung der Sendestrecken bleibt.

Während der Präsentation in einem exklusiven Fachpanel gab Chris Ward, Group Operational Director bei Bauer Media Audio UK, Einblicke in die praktische Anwendung. Der britische Sender KISS nutzt die Technologie bereits, um sein modernes Klangbild weiter zu schärfen. Die Resonanz der anwesenden Branchenexperten verdeutlichte, dass ein nahtloses Zusammenspiel von Branding und Musik als logischer nächster Schritt in der Evolution des Radio-Imagings gesehen wird.

In puncto Infrastruktur ist das System bereits für die Integration in das verbreitete Play-out-System RCS Zetta optimiert. Anbindungen an weitere gängige Ausspielsysteme befinden sich laut PURE Jingles derzeit in der Vorbereitung, um die Technologie einer breiteren Basis von Radiostationen zugänglich zu machen.

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