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Media Broadcast einigt sich mit ver.di auf Einführung der Vier-Tage-Woche

Media Broadcast und die Gewerkschaft ver.di haben sich nach monatelangen Tarifverhandlungen auf die Einführung einer Vier-Tage-Woche ab dem 1. April 2019 verständigt. Die Wochenarbeitszeit wird auf 32 Stunden gesenkt und zukünftig auf in der Regel vier Tage verteilt. Das neue Arbeitszeitmodell gilt für alle rund 700 Mitarbeiter. Betriebsbedingte Kündigungen werden bis Ende des Jahres 2023 ausgeschlossen.

Das Unternehmen erklärt man befinde sich “mitten im technologischen Umbruch von analoger Technik auf weniger wartungs- und damit auch weniger personalintensive digitale Plattformen.” Durch die Einführung der Vier-Tage-Woche werde vermieden, dass es ab Mitte 2019 als Folge der digitalen Transformation zu Überkapazitäten komme. Die Verfügbarkeit für Kunden bleibe unverändert, im Service rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.

Die Gewerkschaft betont, die Einigung werde durch ein umfassendes Verhandlungspaket möglich, das unter anderem die materiellen Wirkungen der Arbeitszeitverkürzung begrenze bzw. weitgehend ausgleiche. Der Arbeitgeber schafft auch einen Ausgleich für Nachteile, die in der Altersversorgung entstehen können.

„Das Ergebnis ist ein Erfolg. Es ist uns gelungen, drohende betriebsbedingte Kündigungen abzuwenden und stattdessen eine Vier-Tage-Woche, Schutz und Perspektiven zu vereinbaren“, sagte Frank Sauerland, ver.di-Bereichsleiter Tarifpolitik. Mit dem Ergebnis werde der speziellen wirtschaftlichen Situation der Media Broadcast Rechnung getragen und auf klassische Personalabbaumaßnahmen verzichtet. „Das Ergebnis stellt für uns eine zukunftsweisende Alternative zur Lösung von Problemen dar, die durch digitale Umbrüche entstehen können. Dies konnten wir nur durch die starke Rückendeckung unserer Mitglieder erreichen.“ Wolfgang Breuer, Vorsitzender der Geschäftsführung Media Broadcast GmbH, sagt: „Wir sind überzeugt davon, gemeinsam mit dem Tarifpartner ver.di eine passgenaue, zukunftsweisende, für alle Parteien vorteilhafte Lösung gefunden zu haben. Wir gewinnen in Zeiten der digitalen Transformation unseres Unternehmens mehr Flexibilität für Anpassungen und stärken gleichzeitig die Fähigkeit zu Investitionen in neue Geschäftsbereiche, in Zukunftstechnologien und in Mitarbeiter.“

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