
Das bislang primär im Web und in der Schweiz terrestrisch empfangbare Programm Kontrafunk bereitet seinen Einstieg in den deutschen Digitalradiomarkt vor. Nach Angaben des Senders liegt mittlerweile eine bundesweite medienrechtliche Zulassung der deutschen Landesmedienanstalten vor. Als erster Schritt auf der terrestrischen Verbreitungsebene in Deutschland ist der Sendestart über DAB+ in Sachsen vorgesehen.
Wie Gründer Burkhard Müller-Ullrich in einer Mitteilung an die Hörerschaft erklärte, bescheinigt der Zulassungsbescheid dem Wortprogramm einen Beitrag zur Programm- und Meinungsvielfalt. Die Sächsische Landesmedienanstalt (SLM) führt Kontrafunk bereits in ihrer Übersicht der zugelassenen Veranstalter für die landesweite DAB+-Bedeckung. Wann genau das Programmsignal aufgeschaltet wird, hängt nach Senderangaben allerdings noch von der Sicherstellung der technischen Finanzierung ab.
Die Verbreitungskosten für den sächsischen Multiplex sollen vor allem über Direktzahlungen der Hörer abgedeckt werden. Da Kontrafunk als schweizerische Aktiengesellschaft mit über 130 Einzelinvestoren operiert und rein privatwirtschaftlich strukturiert ist, gibt es keine Anerkennung als gemeinnützige Organisation. Neben einmaligen und wiederkehrenden Zuwendungen setzt das Medienhaus für den laufenden Betrieb auf Mitgliedsbeiträge über den hauseigenen Förderkreis „Kontrafunk-Bund“, um die personalintensive Wortproduktion sowie den technischen Leitungsweg zu tragen.