
Der Bayerische Rundfunk passt zum 28. April seine Verbreitungsstrategie im Raum Augsburg an. Für Hörerinnen und Hörer, die ihre Programme bisher über den Sender am Augsburger Hotelturm bezogen haben, bedeutet dies eine Umstellung bei den gewohnten UKW-Frequenzen. Betroffen von dieser Änderung sind die Wellen Bayern 1, Bayern 2, Bayern 3 sowie BR Klassik und BR24.
Hintergrund dieser Maßnahme ist die geplante Stilllegung der UKW-Sender am Standort Augsburg-Hotelturm. Der BR begründet diesen Schritt mit wirtschaftlichen Erwägungen und dem Ziel, eine höhere Energieeffizienz in der Signaldistribution zu erreichen. Zukünftig wird der Bayerische Rundfunk diesen Standort für seine eigenen Programme ausschließlich für die digitale Verbreitung via DAB+ nutzen.
Trotz der Abschaltung am Hotelturm bleibt der UKW-Empfang der fünf Programme in der Region weiterhin über alternative Standorte gewährleistet. Die Versorgung wird künftig primär über die Sender Grünten und Hühnerberg sichergestellt. Je nach Standort im Stadtgebiet müssen Hörer ihre Empfangsgeräte auf die neuen Frequenzen einstellen. Während im Augsburger Süden vor allem der Sender Grünten die Versorgung übernimmt, ist im Norden der Region der Sender Hühnerberg die primäre Quelle. Ein manueller Suchlauf am UKW-Gerät kann daher erforderlich sein, um das stabilste Signal zu finden.
Um die Hörer bei der Umstellung zu unterstützen, bietet der BR auf seiner Website eine Frequenzsuche an, bei der über die Eingabe der Postleitzahl die jeweils empfohlenen Wellen ermittelt werden können. Zusätzlich wurde eine kostenfreie Service-Hotline für technische Fragen eingerichtet, die auch per E-Mail erreichbar ist.
Gleichzeitig verweist der Bayerische Rundfunk auf die bestehende digitale Versorgung. Das Stadtgebiet Augsburg ist über die DAB+ Kanäle 10 A und 11 D bereits umfassend abgedeckt. Über diesen Weg sind neben den regionalen Angeboten von Bayern 1 auch die exklusiven Digitalwellen wie BR Heimat oder BR Schlager empfangbar. Insgesamt stehen in der Region rund 60 Radioprogramme über DAB+ zur Verfügung, was die Rolle des digitalen Standards als zukunftssicheres Rückgrat der terrestrischen Verbreitung unterstreicht.