
Der christliche Medienanbieter ERF Medien e. V. blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Wie das Unternehmen auf seiner heutigen Jahresmitgliederversammlung in Wetzlar bekannt gab, konnte der Sender im Jahr 2025 sowohl bei den Nutzerzahlen als auch beim Finanzergebnis positive Werte erzielen. Neben den aktuellen Bilanzzahlen präsentierten der Aufsichtsrat und der Vorstand eine neue strategische Ausrichtung für die kommenden zehn Jahre.
Gegen den allgemeinen Trend im Radiomarkt verzeichnete das Kernprogramm ERF Plus im vergangenen Jahr ein deutliches Hörerwachstum. Die Reichweite des Senders stieg um neun Prozent auf monatlich 820.000 Hörerinnen und Hörer. Insgesamt erreichten die klassischen Medienangebote des Hauses pro Monat rund 3,28 Millionen Menschen. Ein massives Wachstum gab es zudem im Digitalbereich: Die monatliche Social-Media-Reichweite wurde mit 11,15 Millionen Kontakten im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Insbesondere Kurzvideos auf YouTube trugen zu diesem Ergebnis bei.
Hinter den Kulissen hat das Führungsteam um die Vorstandsvorsitzende Susanne Thyroff und den kaufmännischen Vorstand Christian Kolb eine neue Langzeitstrategie bis zum Jahr 2035 erarbeitet. Unter dem Leitmotiv eines Schöpfrads will der ERF unternehmerisches Handeln und missionarische Arbeit stärker verknüpfen. Um die Reichweite in Deutschland weiter auszubauen, setzt das Medienunternehmen künftig verstärkt auf Kooperationen und Partnerschaften innerhalb der Branche und im eigenen Umfeld.
Wirtschaftlich steht der Verein trotz sinkender Spenderzahlen auf einem soliden Fundament. Die Zahl der aktiven Unterstützer ging zwar leicht auf knapp 40.000 Personen zurück, dies wurde jedoch durch eine höhere Durchschnittsspende ausgeglichen. Die Gesamterlöse aus Spenden und Nachlässen lagen mit rund 16,1 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Statt des ursprünglich kalkulierten Defizits schloss der ERF das Jahr 2025 mit einem positiven Bilanzergebnis von 112.000 Euro ab. Der Haushaltsplan für das laufende Jahr 2026 wurde von der Mitgliederversammlung bereits einstimmig angenommen.