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Einkaufen per Tablet: Wie umweltfreundlich sind online bestellte Lebensmittel?

In Zeiten von Corona ist er zu etwas Alltäglichem geworden: der Online-Einkauf am Tablet oder Smartphone. Kein Wunder, denn im Vergleich zum Einkaufsausflug in die Stadt sind zahlreiche Vorzüge mit Online-Shopping verbunden.

Ob es um Lebensmittel oder Kleidungsstücke geht: Von zu Hause aus einzukaufen, erspart einem viel Schlepperei. Man muss sich nicht mit Menschenmengen auseinandersetzen, spart Zeit und der Bezahlvorgang gestaltet sich absolut hygienisch. Aufgegebene Bestellungen lassen sich außerdem bestens nachverfolgen. Und wenn es um Lebensmittel geht, lassen sich die benötigten Zutaten für online gefundene Rezepte mit wenigen Klicks in Einkaufslisten verwandeln. Vor Corona gingen die meisten Menschen zumindest zum Lebensmitteleinkauf noch ins Geschäft. Auch das hat sich jetzt geändert. Doch welche Umweltbilanz haben online eingekaufte Nahrungsmittel eigentlich?

 

Wie schont man bei Online-Lebensmittelbestellungen die Umwelt?

 

In unserer Freizeit nutzen wir Smartphone und Tablet für viele verschiedene Aufgaben: Sichere Bezahlvorgänge und virtuelle Einkaufsausflüge gehören längst dazu. Trotz der Vorteile des Online-Shoppings plagt einen im Nachhinein manchmal das schlechte Gewissen. Zum Beispiel, wenn sich im Gang die Verpackungsmaterialien eingetroffener Bestellungen stauen. Online-Einkäufe steigern das Müllproblem. Laut Umweltbundesamt fallen jährlich über 18 Millionen zusätzliche Tonnen Verpackungsmüll an. Auch die CO2-Bilanz der Online-Bestellung ist im Falle weiter Transportwege alles andere als rosig. Trotzdem müssen sich Online-Einkäufe und Nachhaltigkeit nicht automatisch ausschließen. Insbesondere im Bereich der Lebensmittelbestellung gibt es mittlerweile viele ökologische Möglichkeiten, frische Zutaten für ausgewählte Rezepte anliefern zu lassen. Zu beachten sind hierbei Zusammenhänge wie

  • die Nutzung umweltfreundlicher Verpackungsmaterialien.
  • die Bevorzugung von Mehrwegsystemen.
  • die Saisonalität und Regionalität bestellter Zutaten.
  • die Länge der Lieferwege: je kürzer, desto besser.
  • bedarfsgerechte Bestellmengen.

 

Klimafreundliche Ernährung mit online bestellten Lebensmitteln

 

In den letzten Jahren hat sich bei vielen Menschen das Konsumverhalten gewandelt. Statt nur auf den Preis zu schauen, wird in Sachen Einkauf und Ernährung immer bewusster auf nachhaltige Aspekte geachtet. Regionale Wochenmärkte erfreuen sich daher einer steigenden Beliebtheit, aber auch die Bestellung von Lebensmitteln im Internet verzeichnet starken Zuwachs. In vielen europäischen Ländern ist es mittlerweile gängige Praxis, Produkte wie Brot, Butter und Käse per App online zu bestellen. Nicht nur von Supermarktketten wie Rewe und Co. wird der stressfreie Einkauf in Deutschland angeboten. Während Großhändler wie REWE allerdings nicht automatisch regionale Erzeuger bevorzugen und als Zwischenhändler den Transportweg verdoppeln, liefern Anbieter wie HelloFresh aus erster Hand. Dank direkter Lieferketten reduzieren sich die Emissionen, die auf dem Transportweg anfallen. Zusammenhänge wie diese zählen im Hinblick auf Lebensmitteleinkäufe zu den Grundprinzipien der Nachhaltigkeit.

Unter Berücksichtigung dieser und ähnlicher Zusammenhänge kann der Lebensmitteleinkauf per Tablet und Smartphone sogar umweltbewusster sein als der Einkauf im Supermarkt. So insbesondere, weil rezeptbasierte Zutatenlieferungen Lebensmittelverschwendung vermeiden und durch ihre bedarfsgerechten Mengen Ressourcen schonen.

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