Ehemalige RFI-Frequenz in Prag neu ausgeschrieben: 99,3 MHz sucht Betreiber

Die tschechische Medienbehörde, die Rada pro rozhlasové a televizní vysílání, hat ein neues Lizenzierungsverfahren für den Betrieb eines Radiosenders in der Hauptstadt Prag gestartet. Im Zentrum des Interesses steht der traditionsreiche Senderstandort Prag-Petřín, für den die UKW-Frequenz 99,3 MHz mit einer Sendeleistung von 1 kW ausgeschrieben wird.

Diese Frequenz bringt eine durchaus bekannte Vorgeschichte in der Radiolandschaft mit sich. In der Vergangenheit wurde die 99,3 MHz vom Standort Petřín für die Ausstrahlung des Programms von Radio France International (RFI) genutzt. Nachdem dieser terrestrische Betrieb jedoch eingestellt wurde, bietet sich nun die Chance für ein neues Radioprojekt auf dieser Welle.

Für interessierte Radiomacher birgt die Ausschreibung ein beachtliches Potenzial. Die zu vergebende Lizenz sieht einen regulären, 24-stündigen Sendebetrieb pro Tag vor. Durch die exponierte Lage der Antennen auf dem Prager Petřín lässt sich eine sehr gute Abdeckung des Stadtgebiets und der direkten Umgebung erzielen. Nach offiziellen Berechnungen der Behörde können mit dem ausgestrahlten Signal exakt 793.116 Einwohner erreicht werden.

Bewerber haben noch bis zum 16. Juli 2026 Zeit, ihre vollständigen Unterlagen bei der Regulierungsbehörde einzureichen. Die Zustellung der Dokumente muss an den Sitz der Behörde im Prager Stadtteil Vinohrady erfolgen. Das aktuelle Lizenzierungsverfahren wird dort unter dem offiziellen Aktenzeichen RRTV/2026/501/zab geführt. Die entsprechende öffentliche Bekanntmachung wurde am 16. Juni 2026 vom Vorsitzenden der Rundfunk- und Fernsehbehörde, Václav Mencl, unterzeichnet.

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