Berliner Bezirk will Platz nach Rik De Lisle benennen

Für viele Radiomacher und Hörer bleibt er unvergessen. Nun soll der im März im Alter von 79 Jahren verstorbene Moderator Rik De Lisle im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf dauerhaft geehrt werden. Das dortige Bezirksparlament hat beschlossen, die Radiolegende auf die offizielle Straßenbenennungsliste des Bezirks aufzunehmen.

Rik De Lisle prägte die Radiolandschaft der Hauptstadt über Jahrzehnte. Ab 1978 stand er beim amerikanischen Soldatensender AFN in Dahlem am Mikrofon, später wurde er bei RIAS 2 und zuletzt beim Berliner Rundfunk zur vertrauten Stimme. Da er seine letzten Lebensjahre im Ortsteil Lichterfelde verbrachte, soll eine mögliche Benennung nun auch genau dort stattfinden.

Einer schnellen Umsetzung steht aktuell jedoch noch die Bürokratie im Weg. Das Berliner Straßengesetz sieht vor, dass Straßen und Plätze frühestens fünf Jahre nach dem Tod einer Person nach ihr benannt werden dürfen. Wie die B.Z. berichtet, soll das Bezirksamt nun prüfen, ob sich für einen bislang namenlosen Platz an der Scheelestraße in Lichterfelde eine Ausnahme von dieser Wartefrist erwirken lässt.

Als Alternative bringt der Antragstext eine Straße im entstehenden Quartier Neulichterfelde ins Spiel. Dieses Areal befindet sich auf dem früheren US-Gelände Parks Range. Die Nähe zu dem ehemaligen Truppenübungsplatz würde die deutsch-amerikanische Verbundenheit des Moderators passend widerspiegeln.

Der Antrag wurde von der SPD eingebracht und fand im Parlament auch die Zustimmung von CDU und FDP. Wie sehr De Lisle die Menschen am Radio begleitete, brachte der SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Buchta treffend auf den Punkt. Er betonte gegenüber der Presse, dass er und viele andere mit dem Moderator aufgewachsen seien.

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