VÖP-Heuriger 2026: Österreichs Privatsender fordern Reformen und Schutz vor neuen Belastungen

Beim traditionellen Privatsender-Heurigen des Verbands Österreichischer Privatsender (VÖP) hat die Branche deutliche medienpolitische Weichenstellungen angemahnt. Vor mehr als 300 Gästen aus Medien, Politik und Wirtschaft betonte VÖP-Präsident Christian Stögmüller den zunehmenden wirtschaftlichen Druck auf die heimischen Sender. Immer größere Anteile der Werbebudgets flössen an globale Plattformkonzerne ab, während österreichische Medienunternehmen weiterhin unter hohen regulatorischen und journalistischen Anforderungen arbeiten müssten.

Als Grundlage für künftige Weichenstellungen verwies der Verband auf sein aktuelles Positionspapier „Next Level Medienpolitik“. Darin verlangt die Branche faire Rahmenbedingungen gegenüber den internationalen Digitalplattformen, modernisierte und erweiterte Medienförderungen sowie größeren Freiraum für Kooperationen privater Häuser. Zudem müsse eine Reform des ORF so gestaltet sein, dass sie partnerschaftliche Modelle mit privaten Anbietern stärkt, statt den Gesamtmarkt einseitig zu belasten.

Neuen Abgaben oder zusätzlichen Auflagen erteilte der Verband eine klare Absage. Solche Schritte würden jene Medienhäuser schwächen, die in lokale Redaktionen und Arbeitsplätze investieren. Die Veranstaltung, zu der VÖP-Geschäftsführerin Corinna Drumm zum 15. Mal geladen hatte, brachte zahlreiche Spitzenvertreter der österreichischen Medienlandschaft, der Politik sowie Vertreter der Regulierungsbehörden KommAustria und RTR zusammen.

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