BLM-Medienrat erteilt egoFM bayernweite DAB+-Kapazität

Der Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat nach eingehender Prüfung der eingegangenen Bewerbungen entschieden: Die ausgeschriebene, bayernweite DAB-Kapazität geht an den Sender egoFM. Ausschlaggebend für die Zuteilung war insbesondere das Musikprogramm, das sich laut BLM deutlich vom klassischen Formatradio abhebt und somit einen Beitrag zur Programmvielfalt in Bayern leistet.

Die Kapazität umfasst das gesamte zusammenhängende DAB-Verbreitungsgebiet in Unterfranken, Oberfranken, Mittelfranken, der Oberpfalz, Niederbayern sowie Oberbayern-Schwaben. Sie wird zum 1. Januar 2026 wirksam und ist befristet bis zum 31. Dezember 2035 vergeben.

Dr. Thorsten Schmiege, der Präsident der BLM, hob die positive Resonanz der Ausschreibung hervor: „Die große Anzahl der Bewerbungen macht deutlich: Die Branche glaubt ans Radio und an DAB+. Das terrestrische Digitalradio ist inzwischen treibende Kraft für Vielfalt und Radionutzung in Bayern.“ Schmiege betonte außerdem, dass die tägliche Nutzung digitaler Empfangswege im Jahr 2025 erstmals gleichauf mit UKW liege, was die hohe Relevanz von DAB+ unterstreiche.

Walter Keilbart, der Vorsitzende des BLM-Medienrats, erläuterte die Entscheidung: „Der Medienrat hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Alle Bewerber hatten die Gelegenheit, sich vorzustellen.“ Das Ergebnis der Beratungen sei jedoch eindeutig zugunsten von egoFM ausgefallen, da der Sender sowohl beim Ortsbezug als auch beim Beitrag zur Meinungsvielfalt führend sei. „Der Sender setzt auf ein Musikformat, das es in Bayern so nicht gibt, und bietet eine qualitativ hochwertige Programmgestaltung. Damit hat der Medienrat eine echte Vielfaltsentscheidung getroffen“, so Keilbart abschließend.

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