Radio 7 startet eigenen Senderbetrieb

Im Rahmen der Neuorganisation des UKW-Sendernetzbetriebes in Baden-Württemberg hat Radio 7 an seinem Sendestandort auf der Iberger Kugel im Allgäu (105,0 MHz) einen neuen und eigenen Hochleistungssender in Betrieb genommen. Die Umstellung des technischen Sendebetriebs soll bis Mitte März an allen sieben Antennenstandorten im Sendegebiet erfolgen.

„Der eigentliche Umstellungsmoment heute war ein kurzer“, so Radio 7 Programmdirektor Mike Wagner „im Endeffekt wurden vor Ort quasi nur die Kabel von der angemieteten auf unsere eigene Anlage umgesteckt.“  Was sich so einfach und unkompliziert anhört, ist jedoch das Ergebnis monatelanger Arbeit und Vorbereitung und in der Radiobranche auch ein echtes Novum. „Bisher mussten wir auf die Dienstleistungen des Monopolisten Media Broadcast zurückgreifen“, erklärt Wagner „da hat uns das Telekommunikationsgesetzt keinen Spielraum gelassen.“

Durch die Aufhebung dieses Monopols Ende 2015 haben sich für die Radiomacher ganz neue Möglichkeiten aufgetan. In Baden-Württemberg gründeten daraufhin sechs Privatsender die SBW Sendernetzbetrieb Baden-Württemberg GmbH, unter deren Dach ein eigener Sendernetzbetrieb für den Radioempfang per Antenne aufgebaut wurde. „Das hat für uns viele Vorteile“, so Wagner „die Umstellung bedeutet nicht nur eine deutliche Kostenersparnis, sondern auch die Modernisierung der zum Teil veralteten und störanfälligen Sendetechnik.“ Das komme wiederum den Hörerinnen und Hörer zugute, die sich darauf verlassen können, dass ihr Lieblingsprogramm perfekt ankommt. Sollte es doch einmal zu einer technischen Panne an der Hauptanlage kommen, greift sofort ein eingebautes Backup, das den Ausfall auffängt und nahtlos weitersendet. „Bisher musste ein Techniker zu jeder Tages- und Nachtzeit losfahren, jetzt sind wir nicht mehr von kostspieligen Personaleinsätzen abhängig“, freut sich Wagner.

Im nächsten Schritt werden nun alle weiteren Antennenanlagen im Radio 7 Sendegebiet auf die neue Technik umgerüstet. „Wir gehen davon aus, dass wir bis Mitte März damit durch sind“, so Radio 7 Projektleiter Hans Wrasidlo „die Hörerinnen und Hörer werden durch den Wechsel, wenn überhaupt, nur wenig tangiert.“

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