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Nichtkommerzielles Radio in Berlin: Neues Nutzungskonzept für 88vier

Auf den UKW-Frequenzen 88,4 MHz (Berlin) und 90,7 MHz (Potsdam) senden zukünftig das 88vier Radionetzwerk Berlin und die Initiative Freie Radios Berlin Brandenburg, das hat der Medienrat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) in seiner Sitzung am 9. Oktober beschlossen. Die Zulassung ist auf drei Jahre befristet.

Der Medienrat verpflichtet beide Veranstalter dazu, weiteren interessierten Produzenten und Radiogruppen einen diskriminierungsfreien und chancengleichen Zugang zu gewähren. „Zum ersten Mal seit Start des Projekts 88vier im Jahr 2010 haben wir ein nichtkommerzielles Nutzungskonzept ausgeschrieben und nicht wie bisher Sendezeiten an einzelne Radiogruppen vergeben“, so Hansjürgen Rosenbauer, Vorsitzender des Medienrats. „Wir sind überzeugt, dass das ein Gewinn für Hörer und Veranstalter gleichermaßen ist. Denn so wird die Kommunikation der Sendezeiten deutlich einfacher. Außerdem können die nichtkommerziellen Radiogruppen den Sendebetrieb und die Sendezeit weitgehend selbstständig verwalten und organisieren.“

Die Kooperation der Veranstalter Freies Radio Berlin und Freies Radio Potsdam unter dem Namen Freie Radios Berlin Brandenburg sendet jeweils von Montag bis Donnerstag. Das 88vier Radio Netzwerk Berlin, eine Initiative des bisherigen 88vier-Veranstalters reboot.fm und des experimentellen Webradios Cashmere Radio, sendet jeweils von Freitag bis Sonntag. Gesendet wird über die UKW-Frequenzen 88,4 MHz und 90,7 MHz, die bereits seit 2010 für nichtkommerzielle Programme zur Verfügung stehen. Die Medienanstalt trägt zudem die Verbreitungskosten für die Frequenzen.

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