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Keine Gottesdienste: RADIO700 springt in Ostbelgien ein

Am Donnerstag hat die belgische Bischofskonferenz entschieden, in Belgien vorerst alle Gottesdienste abzusagen, um die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verhindern. Der grenzüberschreitende Regionalsender RADIO700 aus der belgischen Eifel hat sofort auf diese Situation reagiert und sein Programm angepasst.

Ab dem 15.März 2020 wird jeden Sonntag um 9.15 Uhr eine „Kirchliche Morgenfeier“ gesendet. Die Sendung kann den Katholischen Gottesdienst zwar nicht vollständig ersetzen. Allerdings werden wesentliche Bestandteile darin enthalten sein. Gestaltet wird die Morgenfeier live aus dem Sendestudio vom bekannten ostbelgischen Pastor Lothar Klinges, der seit vielen Jahren in der deutschsprachigen Eifelgemeinden Ostbelgiens als aktiv ist.

„In Zeiten einer Pandemie wollen wir unseren Beitrag zum gesellschaftlichen Engagement überall dort leisten, wo es notwendig ist“, sagt Programmleiter Jochen Späth. Deshalb ist es für den Sender selbstverständlich, den Wünschen der vielen Gläubigen nachzukommen und ein entsprechendes Angebot für alle bereitzustellen, die auf den Gottesdienst-Besuch nun verzichten müssen. Das gehe über die aktuelle Berichterstattung und über Servicemeldungen weit hinaus, so Späth weiter. Die Geschäftsleitung von RADIO700 wollte nicht ausschließen, auch in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens, die durch die Vorsorgemaßnahmen nun Veränderungen erfahren, programmlich einzuspringen. „Es ist wichtig, dass wir für die Anliegen unserer Hörer da sind und diese ernst nehmen“, so 700Media-Geschäftsführer Dieter Steffens.

Die „Kirchlichen Morgenfeiern“ werden solange live produziert und im Programm beibehalten, bis in Belgien der reguläre Gottesdienst-Besuch wieder möglich ist. Ausgestrahlt werden die Sendungen auf allen UKW-Frequenzen von RADIO700 sowie über den Webstream unter radio700.eu. RADIO700 sendet seit 2009 ein regionales, grenzüberschreitendes Regionalprogramm für Eifel und Euregio.

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