
Die Geschichte des Webradios P.T.O vom Piratenteam Ostfriesland ist eng mit der Tradition des klassischen Piratenfunks auf UKW verknüpft. Vor fünf Jahren vollzogen die Macher hinter dem Projekt einen entscheidenden Schritt in der Sendergeschichte. Nach Jahren im Untergrund und schmerzhaften Erfahrungen mit kostspieligen Sendeaushebungen durch die Behörden entschieden sich die ehemaligen Piratenfunker für den legalen Weg über das Internet. Die hohen Bußgelder und der Verlust teurer Sendetechnik auf der Ultrakurzwelle waren letztlich der Auslöser, die Leidenschaft für das Radio auf eine rechtlich sichere Basis zu stellen.
Unter der Domain piratenteam-ostfriesland.de hat sich seitdem eine Plattform etabliert, die den Geist des einstigen Piratenradios in die digitale Welt transportiert. Den Beteiligten war es wichtig, trotz des Plattformwechsels die Authentizität und die Freiheit der Programmgestaltung beizubehalten, die sie schon zu Zeiten ihrer illegalen UKW-Aktivitäten ausgezeichnet hatte. Das Internet bot hierbei die Chance, ohne das ständige Risiko staatlicher Sanktionen ein festes Programmangebot für eine wachsende Hörerschaft aufzubauen.
Heute blickt das Team auf ein halbes Jahrzehnt erfolgreichen Sendebetriebs zurück. Der Wechsel von der Antenne zum Stream hat sich für die ostfriesischen Radiomacher als der richtige Weg erwiesen, um ihre Begeisterung für die Moderation langfristig ausleben zu können. Während die technischen Anforderungen im Netz andere sind als beim Betrieb eines UKW-Senders, bleibt der Kern des Programms unverändert. P.T.O beweist damit, dass sich die Wurzeln des Piratenfunks erfolgreich mit den Möglichkeiten des modernen Webradios verbinden lassen.