Qmusic plant neue UKW-Frequenz in Eindhoven – 100% NL optimiert Sendegebiet

Der niederländische Radiomarkt verzeichnet Bewegung im UKW-Band. Unter den neuen Richtlinien für UKW-Änderungen des Jahres 2025 haben Radiosender die Möglichkeit, ihre Reichweiten zu optimieren oder leicht auszubauen. Qmusic strebt nun an, einen weißen Fleck in der eigenen Versorgung zu schließen, während 100% NL nach langer Wartezeit grünes Licht für Leistungserhöhungen erhalten hat.

Qmusic beantragt Stützsender in Eindhoven
Für Qmusic stellt die Region Eindhoven bislang eine Lücke in der UKW-Versorgung dar. Der Mutterkonzern DPG Media hat daher bei der zuständigen Aufsichtsbehörde RDI einen Antrag für einen neuen Stützsender auf der Frequenz 101,0 MHz eingereicht. Zuvor hatte das Unternehmen bereits den Sender der Schwesterwelle Joe von Vught nach Mierlo auf die 87,9 MHz verlagert.

Die Frequenz 101,0 MHz in Eindhoven war in der Vergangenheit als Veranstaltungsfrequenz vorgesehen. Da sie jedoch in den letzten Jahren ungenutzt blieb, hob die RDI diese Reservierung im vergangenen September auf, wodurch die Frequenzressource nun für reguläre Stationen zur Verfügung steht. Technisch ist geplant, die Sendeanlagen am Digitennemast entlang der Autobahn A2 zu installieren. Das Antennendiagramm soll hauptsächlich in nordöstliche Richtung weisen, bei einer geplanten Sendeleistung von 2,51 kW.

Obwohl der Antrag bereits Anfang des Jahres eingereicht wurde, verzögerte sich die Prüfung durch die RDI um mehrere Monate. Die Behörde arbeitet die Anträge strikt nach Eingangsdatum ab. Die RDI beabsichtigt nun, dem Gesuch stattzugeben. Derzeit läuft noch bis zum 22. Juli eine Konsultationsphase innerhalb der Radiobranche. Im Anschluss ist eine internationale Koordinierung der Frequenz erforderlich, die erfahrungsgemäß bis zu 100 Tage in Anspruch nehmen kann.

100% NL mit erfolgreichen Leistungserhöhungen
Gleichzeitig konnte das Medienunternehmen Mediahuis Radio für sein Programm 100% NL zwei von drei beantragten Senderänderungen erfolgreich durchsetzen. Die bereits Ende September eingereichten Anträge auf Leistungserhöhungen an den Standorten Mierlo auf der 94,9 MHz und Zwolle auf der 97,6 MHz wurden nun behördlich bewilligt.

Ein drittes Vorhaben am Standort Nijmegen auf der Frequenz 95,0 MHz konnte jedoch nicht wie geplant realisiert werden. Die angestrebte Verlagerung des Senders scheiterte am internationalen Koordinierungsverfahren. Von deutscher Seite wurden derart hohe Einschränkungen bezüglich der Signalabstrahlung in Richtung Bundesrepublik gefordert, dass der neue Standort keine messbare Verbesserung zur aktuellen Situation gebracht hätte. Infolgedessen wurde dieser Antrag zurückgezogen. Die Sendesituation in Nijmegen bleibt somit vorerst unverändert.

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