Personalwechsel beim WDR: Jörg Schönenborn kehrt in den Journalismus zurück

An der Spitze des Westdeutschen Rundfunks steht eine personelle Veränderung bevor. Jörg Schönenborn hat den WDR-Rundfunkrat darum gebeten, ihn in der Sitzung im April von seinem Amt als Programmdirektor für Information, Fiktion und Unterhaltung zu entbinden. Hintergrund für diese Entscheidung ist eine neue Aufgabe innerhalb der ARD, für die ihn die Intendantinnen und Intendanten des Senderverbundes angefragt haben.

Mit diesem Schritt verlässt Schönenborn die Managementebene, um sich künftig wieder vollständig seiner journalistischen Tätigkeit zu widmen. Er wird unter anderem als Moderator der Tagesthemen zum Einsatz kommen und weiterhin die Wahlberichterstattung der ARD sowie den Presseclub prägen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner künftigen Arbeit liegt im Ausbau des digitalen Dialogs. Schönenborn soll über die Online-Angebote der ARD verstärkt mit dem Publikum in den Austausch treten, um die journalistische Arbeit des Verbundes zu erklären und transparent zu machen.

WDR-Intendantin Katrin Vernau und der Vorsitzende des Rundfunkrats, Rolf Zurbrüggen, würdigten die langjährige Arbeit des Programmdirektors. Sie hoben hervor, dass Schönenborn die programmliche Entwicklung des WDR maßgeblich gestaltet und vor allem die Stärkung der digitalen Angebote vorangetrieben habe. Auch Mitglieder des Rundfunkrats äußerten ihr Bedauern über den Wechsel und verwiesen auf seine umfassende Expertise, die für die Beratungen des Gremiums stets eine Bereicherung gewesen sei.

Jörg Schönenborn bekleidet das Amt des Programmdirektors bereits seit 2014 und war zuletzt bis zum Frühjahr 2029 in seiner Position bestätigt worden. Da die Leitung des Bereichs Information, Fiktion und Unterhaltung nun vakant wird, soll die Stelle laut WDR zeitnah neu ausgeschrieben werden.

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