
Zum Auftakt der diesjährigen Gebetswoche für die Einheit der Christen kommt es zu einer Premiere in der konfessionellen Radiolandschaft. Der evangelische ERF und der katholisch geprägte Sender Radio Horeb strahlen am Sonntag, den 18. Januar 2026, erstmals eine gemeinsame Sendung aus. Damit rücken zwei der reichweitenstärksten christlichen Sender im deutschsprachigen Raum programmlich zusammen.
Im Fokus der Kooperation stehen die beiden Verantwortlichen der Medienhäuser. Um 20 Uhr sprechen Susanne Thyroff, Vorstandsvorsitzende des ERF, und Pfarrer Dr. Richard Kocher, Programmdirektor von Radio Horeb, über das Thema Ökumene und das gemeinsame Einstehen für christliche Werte in einer zunehmend säkularisierten Welt. Der Zeitpunkt der Ausstrahlung markiert den Beginn der traditionellen Gebetswoche, die auf der Nordhalbkugel vom 18. bis 25. Januar stattfindet. Das Motto für das Jahr 2026 bezieht sich auf den Epheserbrief und stellt den Gedanken der Einheit („Ein Leib und ein Geist“) in den Mittelpunkt.
Für Branchenbeobachter ist der Schulterschluss auch aufgrund der unterschiedlichen Senderstrukturen interessant. Der ERF, der seine Wurzeln im Kurz- und Mittelwellenrundfunk der 1950er Jahre hat, agiert heute als multimediales Unternehmen mit einer monatlichen Reichweite von rund 3,3 Millionen Nutzern und beschäftigt etwa 150 Mitarbeitende. Radio Horeb hingegen, Teil der weltweiten Radio-Maria-Familie, ist seit über 28 Jahren auf Sendung und fest im DAB+ Netz etabliert. Der Sender aus dem Oberallgäu zeichnet sich durch eine hohe Einbindung von über 1000 ehrenamtlichen Mitarbeitern aus, die das Team von 65 Festangestellten ergänzen. Beide Häuser eint das Finanzierungsmodell, das fast ausschließlich auf Spenden basiert.