Hamburg schreibt UKW-Frequenz 98,1 MHz neu aus

In Hamburg wird demnächst eine bekannte UKW-Frequenz neu vergeben. Der Medienrat der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) hat in seiner Sitzung am 18. März 2026 beschlossen, die Übertragungskapazität 98,1 MHz für ein privates, 24-stündiges Hörfunkprogramm neu auszuschreiben. Aktuell wird die Frequenz noch von der Klassik Radio GmbH genutzt. Deren Zulassung endet turnusgemäß zum 31. Mai 2026.

Eine wichtige Änderung ergibt sich bei der regionalen Reichweite der Ausschreibung. Während das Programm bisher im Rahmen eines gemeinsamen Frequenzpakets für Hamburg und Schleswig-Holstein ausgestrahlt wurde, bezieht sich die Neuausschreibung nur noch auf das Hamburger Stadtgebiet. Hintergrund ist der im Jahr 2024 beschlossene Digitalumstieg in Schleswig-Holstein. Laut Medienstaatsvertrag dürfen dort freiwerdende UKW-Kapazitäten nicht mehr neu ausgeschrieben werden.

Die Direktorin der MA HSH, Eva-Maria Sommer, verbindet mit der Ausschreibung die Hoffnung auf eine Steigerung der Vielfalt in der Hamburger Hörfunklandschaft durch neue Stimmen und Formate. Das Verfahren steht sowohl kommerziellen als auch gemeinnützigen Anbietern offen. Die Zuweisung der Frequenz erfolgt für eine Dauer von zehn Jahren. Interessierte Veranstalter können ihre Anträge sowie einen Fragebogen zum geplanten Programm ab sofort bei der MA HSH einreichen. Die Bewerbungsfrist endet am 20. April 2026 um 12 Uhr.

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