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DAB+: Netzerweiterung in Sachsen und Sachsen-Anhalt zum 3. Februar

Am 3. Februar 2021 erweitert der MDR sein DAB+-Sendernetz in Sachsen und Sachsen-Anhalt um die Standorte Görlitz und Zittau sowie Zeitz.

Mit der Inbetriebnahme der drei neuen DAB+ Standorte wird die DAB+ Versorgung in den Städten Görlitz, Zittau und Zeitz weiter verbessert. Damit erhöht sich der Versorgungsgrad mit DAB+ für den Empfang in Gebäuden in Sachsen und in Sachsen-Anhalt auf jeweils 89 Prozent sowie für den mobilen Empfang auf 99 Prozent (Sachsen) bzw. 97,5 Prozent (Sachsen-Anhalt).

Auch wenn der MDR Investitionen in den DAB+ Ausbau aufgrund der zum 1. Januar 2021 ausgesetzten Beitragserhöhung zurückstellen wird, bleiben bereits vom MDR geplante und in Realisierung befindliche DAB+ Senderstandorte davon unberührt.

In Mitteldeutschland ist der UKW-Nachfolger DAB+, der den klassischen Radioempfang ohne Internetkosten mit der Vielfalt digitaler Programmangebote verbindet, bereits auf über 98 Prozent der Fläche verfügbar; die Autobahnen sind fast vollständig versorgt. Die Indoor-Versorgung erreicht rund 90 Prozent der Bevölkerung.

„Die Zahlen zeigen, dass es in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen künftig darum geht, einzelne Versorgungslücken zu schließen und somit den Digitalradio-Empfang insgesamt zu optimieren“, betont Niels Schulze, Leiter Programmverbreitung im MDR. Der MDR setzt auch weiterhin beim terrestrischen Radioempfang auf DAB+.

Radio auf digitalem Wachstumskurs
DAB+ ist nicht nur ein international bzw. europaweit etablierter Standard für die digitale Radioverbreitung, auch in Deutschland hat sich Digitalradio als überall frei empfangbarer Radiostandard von heute, der die analoge Frequenzknappheit beendet, einen Namen gemacht. Dies belegen unter anderem die Zahlen des jüngsten Digitalisierungsberichts Audio der Medienanstalten: DAB+ ist mit einer Steigerung von 14 Prozent weiter der am stärksten wachsende Übertragungsweg. Über ein Viertel der deutschen Bevölkerung, das sind ca. 17,9 Millionen Menschen, hat Zugang zu mindestens einem DAB+ Gerät. Damit können im Vergleich zu 2019 über eine Million Menschen mehr digital-terrestrische Radio-Angebote empfangen. In Haushalten, die bereits mit einem DAB+ Gerät ausgestattet sind, ist DAB+ vor UKW die am häufigsten genutzte Empfangsart.

Den zunehmenden Erfolg von DAB+ belegt auch die jüngste Media Analyse Audio: Demnach ist DAB+ aktuell der Radioverbreitungsweg mit dem stärksten Nutzungszuwachs in Deutschland.

Die GfK vermeldet für das Jahr 2020 bei den Geräteabverkäufen für das gesamte DAB+ Segment einen Zuwachs von 23 Prozent.

Meilensteine bei der Etablierung von DAB+ waren im vergangenen Jahr der Start der zweiten privaten bundesweiten Senderkette für DAB+ sowie die europaweite Verpflichtung, Neuwagen mit DAB+ Empfang auszustatten. Deutschland hat diese neue EU-Vorgabe im Telekommunikationsgesetz verankert. Dieses schreibt ergänzend vor, dass seit 21. Dezember 2020 auch stationäre Radiogeräte bis auf wenige Ausnahmen einen digitalen Empfang ermöglichen müssen.

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