APR fordert Sicherung der Auffindbarkeit in digitalen Umgebungen

Die Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) begrüßt die aktuelle politische Debatte über die Stärkung journalistischer Medien, mahnt jedoch zügige Taten an. Nachdem sich die SPD-Spitze jüngst für eine Digitalsteuer sowie Investitionspflichten für internationale Streaminganbieter ausgesprochen hat, fordert der Verband, den privaten Rundfunk bei diesen Prozessen konsequent zu berücksichtigen. Laut der APR kommt den privaten Audioangeboten gerade in Zeiten von Angriffen auf demokratische Strukturen eine Schlüsselrolle für die Meinungsvielfalt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu. Da private Hörfunkangebote täglich Millionen Menschen mobil und über digitale Assistenten erreichen, leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zur öffentlichen Wahrnehmung.

Im Zentrum der Forderungen steht vor allem die diskriminierungsfreie Auffindbarkeit von journalistisch-redaktionellen Inhalten. In den Benutzeroberflächen von modernen Fahrzeugen, auf Smart Speakern oder anderen vernetzten Endgeräten dürfen private Anbieter nach Ansicht des Verbandes nicht durch globale Plattformen benachteiligt oder verdrängt werden. Die APR warnt daufbauend davor, dass die Entscheidungshoheit über diese technischen Schnittstellen und Sprachassistenten unmittelbar die publizistische Reichweite bestimmt. Um die Vielfalt langfristig zu erhalten, fordert der Verband daher eine wirksame Regulierung digitaler Gatekeeper sowie ein Belastungsmoratorium für Medienunternehmen.

Nach Einschätzung der APR ist eine vielfältige und wirtschaftlich tragfähige Rundfunklandschaft kein Selbstläufer und erfordert nun eine konsequente medienpolitische Antwort auf die wachsende Marktmacht internationaler Konzerne. Der politische Wille zur Stärkung unabhängiger Medien sei zwar vorhanden, müsse nun aber in konkrete Maßnahmen übersetzt werden. Der Verband vertritt bundesweit die Interessen von über 300 privaten Radio- und Fernsehsendern, deren Medienprodukte täglich mehr als 50 Millionen Menschen erreichen.

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