radioWOCHE-Logo

ANTENNE BAYERN: Neuer “Geheimakte”-Podcast über das Zugunglück in Bad Aibling

Heute vor sechs Jahren, am 9. Februar 2016, ereignet sich ein tragisches Zugunglück in der Nähe von Bad Aibling. Tina Ledermann und Philipp Allar, beide im Volontariat bei ANTENNE BAYERN, sprechen mit den Verantwortlichen und Beteiligten, um Antworten auf ungeklärte Fragen zu finden. Die „ANTENNE BAYERN Geheimakte: Bad Aibling“ der preisgekrönten True-Crime-Reihe steht ab sofort auf antenne.de sowie allen bekannten Podcast-Plattformen zur Verfügung.

„Einfach nur entschuldigen hätte schon gereicht. Einfach, dass mal jemand da ist: ‘Ja, wir haben Scheiße gebaut und es tut uns leid’, irgendwie sowas. Aber da kam eben gar nichts“. Im neuen Geheimakte-Podcast redet sich Bernhard aus Flintsbach am Inn seinen Frust von der Seele. Er ist aber auch zutiefst dankbar dafür, dass er noch lebt: „Der 9. Februar ist mein zweiter Geburtstag!“

Der 9. Februar 2016, ein Faschingsdienstag, ist einer der schwärzesten Tage der bayerischen Bahngeschichte. Zwei Personentriebzüge der Bayerischen Oberlandbahn stoßen frontal ineinander. Bernhard sitzt zum Zeitpunkt des Unglücks in einem der beiden Züge auf dem Weg zur Arbeit. Er erzählt im Gespräch mit den ANTENNE BAYERN-Journalisten, an was er sich erinnert und wie er auf das Gerichtsurteil reagiert hat. Vor allem habe er mehr von der Deutschen Bahn erwartet.

Aufgrund menschlichen Versagens sterben beim Zugunglück von Bad Aibling zwölf Menschen, 89 werden verletzt – und es bleiben bis heute viele offene Fragen bei den Hinterbliebenen.  Die ANTENNE BAYERN-Jung-Journalisten Tina Ledermann und Philipp Allar machen sich auf die Suche nach den Antworten. Dabei haben sie monatelang recherchiert und die Ereignisse von damals nochmals genau untersucht: Es kommen Betroffene, Angehörige und Helfer zu Wort.

Das Zugunglück ereignet sich auf der Mangfalltal-Strecke von Holzkirchen nach Rosenheim bei Bad Aibling. Zwei Züge fahren auf einer eingleisigen Strecke frontal ineinander. Verantwortlich für den Unfall ist der Fahrdienstleiter, der aufgrund eines Handyspieles abgelenkt war und die falschen Signale setzte. Er wurde wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt und vorzeitig entlassen, nachdem er zwei Drittel seiner Strafe verbüßt hatte.

Feuerwehrkommandant Franz Wudy aus Kolbermoor schildert im Interview mit Ledermann und Allar eindrucksvoll, welche Bilder sich bei dem Einsatz in sein Gedächtnis gebrannt haben. Auch er wundere sich noch heute, „dass da in einem hochindustrialisierten Land (…) nicht im Zug irgendein GPS drin ist, das dann merkt und sagt „Hoppala, da fahren ja zwei Züge aufeinander zu!“ und macht da automatisch eine Bremsung.“

Was hat sich seit dem Zugunglück in Bad Aibling verändert? Was unternimmt die Deutsche Bahn, um menschliches Versagen auszuschließen und wieso wird kein Warnsystem eingesetzt, das dieses Zugunglück verhindern hätte können?

Der Podcast „ANTENNE BAYERN Geheimakte: Bad Aibling“ steht ab heute auf antenne.de zur Verfügung. Zur Reihe gehören außerdem unter anderem „Geheimakte: Polizistenmord“, „Geheimakte: Mafia im Allgäu“ und die „Geheimakte: OEZ“. In der Kategorie „Bester Podcast“ ging 2019 der Deutsche Radiopreis an ANTENNE BAYERN für die „Geheimakte: Peggy“.

ANTENNE BAYERN GROUP fördert Nachwuchstalente

Die ANTENNE BAYERN GROUP ist stolz auf ihren Nachwuchs und bietet ihnen regelmäßig Plattformen und Chancen, ihr Können unter Beweis zu stellen. Auch für die neue Folge der Podcast-Reihe setzt das Unternehmen auf Ideen der jungen Talente. „Die beiden Kollegen haben großartige Arbeit geleistet. Über ihre redaktionelle Arbeit im Hauptprogramm von ANTENNE BAYERN hinaus, haben sie sich in ihrer Freizeit einem spannenden Projekt gewidmet und dieses von der Konzeption über die Interviews bis hin zur Produktion eigenständig erarbeitet. Diese Eigeninitiative wollen wir fördern und belohnen”, so Jörg Muthsam, stv. Leiter Streams & Podcasts bei ANTENNE BAYERN.

Die beiden Jung-Journalisten Tina Ledermann (31) und Philipp Allar (28) freuen sich, ihre investigative Arbeit im Fall „Bad Aibling” präsentieren zu können: „Wir sind so stolz und dankbar, dass wir unsere monatelange Arbeit veröffentlichen dürfen. Besonders möchten wir uns bei den Betroffenen bedanken, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben. Als angehende Journalisten ist es unsere Aufgabe, Fragen zu stellen und Themen nachzuforschen. Genau das machen wir in diesem Podcast”, so Ledermann und Allar.

Das könnte dir auch gefallen...