
Bei R.SH geht Ende August eine Ära zu Ende. Am Freitag, den 28. August, sendet das Regionalprogramm „R.SH auf Sylt“ zum letzten Mal live von der Nordseeinsel. Zeitgleich verabschiedet sich Urgestein Carsten Köthe nach fast vier Jahrzehnten am Mikrofon des schleswig-holsteinischen Privatsenders in den Ruhestand.
Das Inselstudio ging im Sommer 2015 auf Sendung, ausgestrahlt über die UKW-Frequenz 102,8 MHz in Westerland sowie über Webstream. Entstanden war das Projekt als Reaktion auf die damalige Vergabe lokaler Frequenzen in Schleswig-Holstein, durch die neue Stationen auf Sylt und in Lübeck ermöglicht wurden. Ursprünglich war die Ausstrahlung auf eine Dekade angelegt, auf Wunsch Köthes wurde das Engagement um ein elftes Jahr verlängert.
Gemeinsam mit seiner 2022 verstorbenen Ehefrau Miriam baute Köthe das Format ab 2015 auf. Inhaltlich setzte das Team auf lokalen Service, Veranstaltungshinweise und Geschichten von der Insel, die neben Einheimischen vor allem Urlauber über die Landesgrenzen hinaus erreichten. Zuletzt hatte R.SH die Schiene am Nachmittag ausgebaut und Frank Bremser als weiteren Moderator eingesetzt. Mit der Einstellung des Inselablegers endet am 28. August auch dieses Nachmittagsfenster.
Für R.SH bedeutet der Schritt zugleich das Ende einer zentralen Personalie. Köthe prägte den Sender seit dessen Frühphase vor fast 40 Jahren entscheidend, unter anderem als langjähriger Moderator des morgendlichen „Frühstücksclubs“. R.SH-Programmdirektor Dirk Klee würdigte Köthes langjährige Arbeit und seinen prägenden Einfluss auf die Radiolandschaft im Land. Auch wenn das eigenständige Inselprogramm nun eingestellt wird, sollen Themen und Berichte aus Sylt künftig weiterhin im landesweiten Programm von R.SH stattfinden.