Eigener Musikkatalog statt bekannter Hits: Ungewöhnlicher Programmansatz bei „The Sound of Monaco“

Viele Webradios stehen vor der Herausforderung, sich im dichten Wettbewerb musikalischer Angebote hörbar zu differenzieren. Oft dominieren ähnliche Rotationen aus bekannten Pop-Klassikern der vergangenen Jahrzehnte und aktuellen Charts. Einen programmlich gänzlich anderen Weg geht das Projekt „The Sound of Monaco“. Statt eine bestehende Sendestruktur mit handelsüblichen Musiktiteln zu bestücken, entstand hier zuerst ein eigener Musikkatalog, um den herum anschließend das Radioprogramm aufgebaut wurde.

Hinter dem Vorhaben steht der dänische Musikproduzent und frühere Schlagzeuger Jan Fabricius-Kristensen, der nach vielen Jahren im Fürstentum Monaco inzwischen an der französischen Riviera lebt. Ausgehend von der Frage nach einem spezifischen Klangprofil für den mondänen Küstenort produzierte er Eigenkompositionen, die Elemente aus Pop, Lounge, Smooth Jazz und Funk kombinieren. Kennzeichnend für die Titel sind ein starker Fokus auf die Rhythmussektion, melodische Bassläufe, warme Keyboards sowie Gesangsstimmen.

Aktuell umfasst der Katalog des Hauptsenders rund 100 eigenproduzierte Titel, die im 24-Stunden-Betrieb über Webradio-Verzeichnisse und Streaming-Dienste ausgespielt werden. Für die Wintersaison hat das Projekt mit „Christmas from Monaco“ zudem einen saisonalen Schwestersender aufgesetzt. Auch dort verzichtet die Redaktion auf das etablierte Repertoire bekannter Weihnachtsstandards und sendet stattdessen 83 exklusiv arrangierte Stücke, eingesungen auf Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Dänisch.

Der Initiator versteht dieses Modell ausdrücklich nicht als Abgrenzung oder Kritik am klassischen Radioformat. Es gehe vielmehr darum, angesichts der Fülle an gleichförmigen Musikangeboten im Netz eine unmittelbare Identität zwischen Sender und Inhalt zu schaffen. Für den mobilen Empfang plant das Team derzeit eine App mit Schnittstellen zu Apple CarPlay und Android Auto. Die ungewöhnliche Produktionsreihenfolge stieß in den vergangenen Wochen bereits auf Interesse in der internationalen Radio-Fachpresse, unter anderem bei britischen und italienischen Branchenmedien, die das Konzept als alternatives Kuratierungs- und Identitätsmodell im Streamingsektor beleuchteten.

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