
Der Medienrat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg hat sich für seine neue fünfjährige Amtszeit konstituiert. Das neunköpfige Gremium wählte den Juristen und früheren Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann zum neuen Vorsitzenden. Die Stellvertretung übernimmt der Schauspieler und Autor Steffen Schroeder, der dem Rat bereits seit 2020 angehört.
Neben Beermann ziehen drei weitere Mitglieder neu in das Aufsichtsgremium ein: der Journalist Tilo Bernhardt, der langjährige visitBerlin-Geschäftsführer und frühere RIAS-Moderator Burkhard Kieker sowie Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Linda Rath von der Hochschule Mittweida. Sie verstärken die bisherigen Ratsmitglieder Markus Beckedahl, Stephan Goericke, Martin Gorholt, Karin Halsch und Steffen Schroeder.
Für die Radiomacher der Region stellt der Medienrat eine der zentralen Weichenstellungen dar. Zu den Hauptaufgaben des ehrenamtlichen Gremiums gehören die Zulassung privater Rundfunkveranstalter sowie die Vergabe von UKW- und DAB+-Übertragungskapazitäten in Berlin und Brandenburg. Zudem entscheidet das Gremium über Fördergelder für den lokalen Journalismus.
Der neue Vorsitzende Johannes Beermann kündigte an, den Fokus auf die Sicherung der Radiolandschaft zu legen. Neben der Stärkung des Lokaljournalismus gehe es vor allem darum, den Übergang in digitale Verbreitungswege in einem wirtschaftlich tragfähigen Umfeld zu begleiten und die Auffindbarkeit unabhängiger Angebote im digitalen Raum zu gewährleisten.
Die Mitglieder des Medienrates werden traditionell von den Landesparlamenten bestimmt. Fünf Sitze besetzt das Abgeordnetenhaus von Berlin, vier Mandate vergibt der Brandenburger Landtag.