DAB+ Warndienst ASA: Neue Leitlinien für Programmanbieter und Netzbetreiber veröffentlicht

Die netzseitige Einführung des Warnsystems Automatic Safety Alert, kurz ASA, über DAB+ nimmt konkrete Formen an. Der Verein Digitalradio Deutschland hat zusammen mit Branchenvertretern aus dem öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk, der Netztechnik sowie dem Katastrophenschutz offizielle Guidelines für die Implementierung vorgelegt. Das Papier richtet sich gezielt an Broadcaster und Sendernetzbetreiber, die den Dienst technisch vorbereiten und in ihren Regelbetrieb integrieren möchten.

Die Leitlinien basieren auf einer mehr als zweijährigen Entwicklungsarbeit sowie den Erkenntnissen aus den vergangenen bundesweiten Warntagen. Sie beschreiben die vollständige Signalkette – beginnend bei der behördlichen Warnmeldung über das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) bis hin zur automatischen Aktivierung kompatibler Empfänger beim Hörer. Neben den technischen Grundlagen und dem internationalen ETSI-Standard beleuchtet das Dokument zentrale Anforderungen an Netzabdeckung, Signalisierung und Systemresilienz im Krisenfall.

Für Radiomacher von besonderem Interesse sind die praxisnahen Fallbeispiele in den Anhängen. Dort werden unter anderem automatisierte Warnabläufe regionaler Funkhäuser sowie die Vorbereitungen für ein bundesweites ASA-Ensemble detailliert dargestellt.

Mit dem Dienst soll der Hörfunk als krisensicheres Medium im nationalen Warnmittelmix gestärkt werden, da DAB+ auch bei Ausfällen von Mobilfunk- oder Internetnetzen stabil funktioniert. Nach den bisherigen Testläufen soll der Startschuss für den Regelbetrieb mit dem bundesweiten Dienst „ASA DE“ voraussichtlich im Herbst 2026 fallen. Das vollständige Dokument steht auf der Website von DAB+ im Downloadbereich zur Verfügung.

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