
Der private Radiosender Radio 32 steht vor einer bedeutenden räumlichen Veränderung. Wie das Mutterhaus CH Media mitteilt, wird die Station ihren operativen Betrieb Ende 2026 von Solothurn nach Aarau verlagern. Ausschlaggebend für diesen Schritt ist primär die veraltete technische Infrastruktur am aktuellen Standort. Da die Studiotechnik in Solothurn das Ende ihres Lebenszyklus erreicht hat und am bisherigen Areal südlich des Bahnhofs ohnehin bauliche Entwicklungen anstehen, hat sich die Geschäftsleitung gegen eine Sanierung vor Ort und für den Umzug in die bereits bestehenden modernen Räumlichkeiten in Aarau entschieden.
Trotz des Standortwechsels über die Kantonsgrenze hinweg betont die Senderleitung die redaktionelle Kontinuität. Radio 32 soll als eigenständige Marke mit seinem charakteristischen Profil erhalten bleiben. Die inhaltliche Ausrichtung, die Musikfarbe sowie die bekannten Stimmen im Programm bleiben von dem Umzug unberührt. Laut Programmleitung wird das Team weiterhin ein Programm produzieren, das fest im Mittelland verwurzelt ist und die Region Solothurn sowie den Oberaargau ins Zentrum der Berichterstattung stellt.
Um die journalistische Präsenz vor Ort zu gewährleisten, wird Radio 32 auch nach dem Umzug nicht vollständig aus Solothurn verschwinden. Es ist geplant, eine technische Infrastruktur für die Produktion und Einspeisung von Beiträgen in Solothurn beizubehalten. Dieser strategische Entscheid wird zudem mit den anspruchsvolleren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Schweizer Werbemarkt begründet. Durch die Nutzung der Synergien am Standort Aarau soll die betriebliche Zukunftsfähigkeit des Senders langfristig gesichert werden.