Ein Jahr Feelgood.fm: Zwischen Vision und Verzicht auf klassische Werbung

Vor genau einem Jahr startete Feelgood.fm als Herzensprojekt mit dem Ziel, eine entspannte Alternative im Radioalltag zu schaffen. Der Sender setzt dabei auf ein Programmkonzept, das bewusst auf Stressfaktoren und belehrende Moderation verzichtet. Stattdessen fokussiert sich das Format auf eine positive Grundstimmung, die als Soundtrack für den Alltag fungiert. Die positive Resonanz der Hörer im ersten Jahr bestätigt den Betreibern, dass ein Bedürfnis nach einem solchen begleitenden Audio-Angebot besteht.

Ein zentraler Aspekt der Strategie bleibt die Werbefreiheit. Trotz vorliegender Angebote von Online-Agenturen haben sich die Macher gegen klassische Werbeblöcke entschieden, da diese oft qualitativ nicht zum Programm passen würden. Die Finanzierung stützt sich stattdessen auf einen eigenen Club, über den Hörer finanzielle Zuwendungen leisten. Diese Mittel fließen nach Angaben des Senders direkt an das Team.

Das Team hinter dem Mikrofon besteht aus erfahrenen Akteuren wie Nic von Vogelstein, Matthias Matuschik und Mike Ratzek. Während das Kernteam seit dem Start stabil geblieben ist, wurde die Besetzung kürzlich durch Ali Khan und Matthias Döhla verstärkt. Technisch wird das Projekt von Thomas Göttgens betreut, der für die Infrastruktur der Webseite, Apps und Streams verantwortlich ist. Neben den eigenen Formaten integriert der Sender auch syndizierte Shows wie Q-Burn mit Peter Antony oder die Wolfman Jack Classic Rock Show in das Programm.

Zum einjährigen Bestehen plant Feelgood.fm einen Moderationsmarathon von 28 Stunden, der am Samstag, den 7. Februar, beginnt. Zeitgleich wird ein neues Jingle-Paket eingeführt, das in den letzten Monaten unter der Leitung von Nic von Vogelstein produziert wurde. Auch über den Radiosender hinaus erweitert der Betreiber sein Engagement durch das Musikprojekt FM Rebels, bei dem in Zusammenarbeit mit der Sängerin Claudia Cane eigene Songs entstehen, die Ende März erstmals auf Vinyl erscheinen sollen.

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