Nach Einigungsgesprächen beim 2. Bundesmux: Noch drei Bewerber im Rennen

Es soll das größte Privatradio-Investment der letzten 30 Jahre werden. Insgesamt haben sich vier Plattformbetreiber um den zweiten Digitalradio-Bundesmux beworben. Bis Ende April 2017 liefen Einigungsgespräche zwischen den vier Bewerbern, die mit einem überraschenden Ergebnis geendet sind.

Zu den Bewerbern gehören der Sendernetzbetreiber MEDIA BROADCAST mit einer eigens für DAB+ gegründeten Gesellschaft, “Die Neue Welle” vom Telefonbuchverlag Müller aus Nürnberg, eine Firma der Investmentgesellschaft LIVIA Group und der Initiator der Ausschreibung, der Leipziger Immobilien-Manager Steffen Göpel. Bis vor einigen Tagen sah alles so aus, als gäbe es eine Einigung zwischen den Bewerbern Göpel, Neue Welle und Media Broadcast. Zu dieser Einigung kam es schlussendlich jedoch nicht. Lediglich Media Broadcast und die Neue Welle haben sich zu einer Anbietergemeinschaft zusammen geschlossen, Göpel und Radi/o digital GmbH (LIVIA) bewerben sich jeweils getrennt. Damit sind nur noch drei Anbieter im Rennen um den zweiten bundesweiten Digitalradio-Multiplex.

Die Medienanstalten haben sich einen engen Zeitplan gestrickt. Sie wollen, dass der zweite bundesweite Digitalradio-Multiplex (Bundesmux) so schnell wie möglich auf Sendung gehen kann. Bereits am 16. Mai 2017 wollen die Medienanstalten eine Vorentscheidung treffen, die Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) hat dann das letzte Wort. In der Gremienvorsitzendenkonferenz haben sich die Vorsitzenden der Beschlussgremien (Medienrat, Medienkommission, Versammlung etc.) der 14 Landesmedienanstalten zusammengeschlossen. Die GVK kommt am 06. Juni 2017 zusammen. Spätestens dann sollte also der Plattformbetreiber für den zweiten Bundesmux feststehen.

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