Deutschlandradio und documenta 14 präsentieren gemeinsames Radioprojekt

Auf einer gemeinsamen Veranstaltung am 23. Februar 2017 im silent green Kulturquartier in Berlin haben Deutschlandradio und documenta 14 das gemeinsame Radioprojekt „Every Time A Ear di Soun“ vorgestellt. Der Deutschlandradio Programmdirektor Andreas-Peter Weber: „Die drei Programme von Deutschlandradio werden nicht nur intensiv über das Geschehen in Kassel und Athen berichten, in der Zusammenarbeit mit der ‚documenta 14‘ brechen wir mit gemeinsamen Projekten künstlerisch und journalistisch zu neuen Ufern auf. Das Radioprojekt ‚Every Time A Ear di Soun’ von Deutschlandradio Kultur vernetzt internationale Radiosender von Griechenland über bis Brasilien. Der Deutschlandfunk lässt im ‚documenta-echo‘ lässt ab 1. Juli täglich ein Echo der ‚documenta 14‘ als akustischen Zwischenruf durch das Programm schallen.“ Adam Szymczyk fügte hinzu: „Die documenta 14 spricht nicht mit einer, sondern mit vielen verschiedenen Stimmen. Radiowellen reisen schnell und überwinden physische (Länder)Grenzen leicht. Mit dem Radioprogramm der documenta 14 möchten wir Zuhörer zuhause, unterwegs und einfach überall erreichen.“

Im Podiumsgespräch mit Moderator Vladimir Balzer gaben Adam Szymczyk, Bonaventure Soh Bejeng Ndikung sowie die Künstler Angela Melitopoulos und Emeka Ogboh Einblicke in ihre Vorbereitungen für die alle fünf Jahre stattfindende Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Der Abend wurde begleitet durch musikalische Interventionen von Sonic Shadow aka Satch Hoyt zusammen mit Earl Harvin und Dirk Leyers sowie einem DJ Set von Lamin Fofana. Ein Mitschnitt der Sendung wurde am selben Abend in der Sendung „Fazit“ auf Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt und ist als Podcast auf www.deutschlandradiokultur.de/fazit verfügbar.

Die drei Programme von Deutschlandradio begleiten die documenta 14 in Athen und Kassel unter anderem mit folgenden Aktivitäten:

Deutschlandradio Kultur: Every Time A Ear di Soun
Das Radioprojekt „Every Time A Ear di Soun“ vernetzt während des gesamten Zeitraums der documenta 14 acht Radiosender aus Griechenland, Kamerun, Kolumbien, dem Libanon, Brasilien, Indonesien, den USA und Deutschland. Für jeweils drei Wochen übertragen die Sender mehrere Stunden täglich ein documenta 14-Radioprogramm mit neu produzierten akustischen Kunstwerken, ausgewählten Vorträgen und Konzerten der diesjährigen Ausstellung und neu recherchiertem Archivmaterial der jeweiligen Radiosender. Zu empfangen ist das Radioprogramm „Every Time A Ear di Soun“ über die Website der documenta 14 sowie UKW und KW.

Der eigens eingerichtete deutsche Radiosender befindet sich im Kunstraum SAVVY Contemporary Berlin. Er sendet im Zeitraum vom 17. Juni bis 8. Juli 24 Stunden am Tag. Das Programm namens SAVVY Radio entsteht als Live-Performance vor Ort und wird gestaltet von eingeladenen Künstlern und Künstlerinnen in Zusammenarbeit mit Studierenden am Lehrstuhl für Experimentelles Radio der Bauhaus-Universität Weimar (Prof. Nathalie Singer, Martin Hirsch). Deutschlandradio Kultur überträgt das Programm live in dem Sonderkanal „Dokumente und Debatten“, der über Digitalradio (DAB+), DVB-S ZDF-Vision und via MP3-Livestream im Internet zu empfangen ist.

Deutschlandfunk: Sendereihe documenta-echo
Wie klingen 100 000 verbotene Bücher? Welche Geräusche prägen die Landschaften unserer Welt? Und was passiert, wenn Künstler diese Klänge nach Athen und Kassel bringen?

Ab dem 1. Juni 2017 hallt das documenta-echo durch das Deutschlandfunk- Programm: In einer Sendereihe werden Künstlerinnen und Kunstwerke der documenta 14 vorgestellt. Die Kurzporträts werden wie ein akustischer Zwischenruf mehrmals täglich im Programm platziert. Es sind eigenständige Klangkunststücke – in ihrer Gesamtheit spiegeln sie das künstlerische Geschehen an den documenta-Standorten Athen und Kassel sowie das kuratorische Gesamtkonzept der documenta 14. Eine tägliche Dosis Kunst für die Hörerinnen und Hörer des Deutschlandfunks, die gleichzeitig zur Einstimmung auf den documenta-Besuch dienen kann. Gesendet wird die Reihe in „Informationen am Morgen“ um 8.28 Uhr sowie in „Kultur heute“ um 17.57 Uhr.

Deutschlandfunk: documenta parallax
Am 9. Juni von 20.10 bis 21.00 Uhr präsentiert der Deutschlandfunk ein Feature über die Ausstellungseröffnung in Athen.

Deutschlandfunk: Essay und Diskurs
Ab Anfang Juni, jeweils sonntags von 9.30 bis 10.00 Uhr, präsentiert der Deutschlandfunk Gespräche und Essays zur documenta 14.

Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk
Die Sendungen „Fazit“ und „Kompressor“ (Deutschlandradio Kultur) und „Kultur heute“ (Deutschlandfunk) berichten live von der Eröffnung der documenta in Athen und Kassel.

Deutschlandradio Kultur: Kunststücke
Die Abteilung Radiokunst/Hörspiel begleitet vom 2. Juli bis 13. August 2017 die documenta in der Sendereihe „Kunststücke“ unter anderem mit zwei Ursendungen von/über die documenta Künstler F.E. Walther („Der Drehung entgegen. Wie Franz Erhard Walther aus dem Bild ausstieg“ am 2. Juli um 18.30 Uhr) und Etel Adnan („Nacht“ am 6. August um 18.30 Uhr)

Deutschlandfunk.de/documenta
Im Themenportal zur documenta finden Sie ab Mai 2017 alle Sendungen zur documenta 14 gebündelt, darunter alle Porträts der Sendereihe „documenta-echo“ mit zusätzlichem Bild und Videomaterial. Die Videos entstehen im Rahmen einer Kooperation mit der Kunsthochschule Kassel.

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