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Deutscher Hörbuchpreis für hr2-kultur – Preisverleihung am 7. März im Kölner WDR-Funkhaus

Die Gewinner des Deutschen Hörbuchpreises 2017 stehen fest: Ausgezeichnet werden Bibiana Beglau als „Beste Interpretin“ und Ulrich Noethen als „Bester Interpret“, „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ als „Bestes Hörspiel“, Hans Sarkowicz für „Geheime Sender. Der Rundfunk im Widerstand gegen Hitler“ in der Kategorie „Bestes Sachhörbuch“ sowie Joachim Meyerhoff für „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ als „Beste Unterhaltung“. Der Preisträger in der Kategorie „Bestes Kinderhörbuch“ wird in der kommenden Woche bekannt gegeben.

Regisseur Leonhard Koppelmann und Autor Frank Witzel teilen sich den Preis in der Kategorie Bestes Hörspiel. Auf Grundlage des Romans „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“, für den Frank Witzel 2015 den Deutschen Buchpreis gewann, haben die beiden Preisträger mit der Hörspielfassung „ein eigenständiges Kunstwerk“ erschaffen, zu dem der Autor selbst die Musik komponierte. „Hier stimmt einfach jedes Detail“, stellen die Juroren anerkennend fest.

Den Preis für das Beste Sachhörbuch gewinnt HR-Redakteur Hans Sarkowicz für „Geheime Sender. Der Rundfunk im Widerstand gegen Hitler. Dank jahrzehntelanger Archiv-Recherchen ist Sarkowicz „eine einzigartige Dokumentation der historischen Rundfunkquellen“ gelungen. Sein mit zahlreichen Originaltönen ausgestattetes Feature belege eindrucksvoll, dass „Rund­funk­geschichte als Paradigma der Zeitgeschichte“ zu verstehen sei, heißt es in der Begründung der Jury. Die achtteilige Sendereihe wurde in hr2-kultur jeweils sonntags vom 17. Juni bis zum 4. September 2016 urgesendet. Regie beim von hr2-kultur gemeinsam mit dem Hörverlag produzierten Hörbuch führte der Autor Hans Sarkowicz gemeinsam mit Christiane Kreiner. Die Redaktion lag bei Dorothee Meyer-Kahrweg.
In der Begründung der Jury heißt es: „‘Geheime Sender‘ ist eine herausragende Dokumentation, die auf umfangreicher Recherche und Materialsammlung basiert. Originaltondokumente und erzählender Text führen den Hörer durch die Welt von Widerständlern und Geheimagenten, beleuchten die Verstrickungen von Propaganda und Gegenpropaganda rund um das erste Massenmedium und zeigen auch die teilweise kuriosen Begebenheiten jenseits der Originaltöne bekannter Persönlichkeiten wie Lotte Lenya und Thomas Mann.“
Hans Sarkowicz, geboren 1955, studierte Germanistik und Geschichte in Frankfurt/Main. Seit 1979 arbeitet er beim Hessischen Rundfunk. Er leitet das hr2-Ressort Literatur und Hörspiel und ist Autor von zeitgeschichtlichen und kulturhistorischen Publikationen, unter anderem zur Kunst und Literatur im Nationalsozialismus.

Bild: HR/Der Hörverlag

Bibiana Beglau erhält den Preis als Beste Interpretin für ihre über achtzehnstündige Lesung des Romans „Die Unglückseligen“ von Thea Dorn. Aus einem „anspruchsvollen Schreibkunst­werk“ mache die leidenschaftliche Schauspielerin mit ungeahnter Leichtigkeit und großer stimmlicher Bandbreite ein „mitreißendes Sprechkunstwerk“, urteilt die neunköpfige Preisträgerjury tief beeindruckt.

Als Bester Interpret wird Ulrich Noethen für die Lesung von Friedrich Anis Roman „Nackter Mann, der brennt“ ausgezeichnet. „Große Kunst“ bescheinigt die Jury dem bekannten Schau­spieler. Er profiliere den komplexen Charakter des Protagonisten so präzise, dass dieser dem Hörer näher komme, als ihm lieb ist. Die verstörende Geschichte eines Missbrauchsopfers, das selbst zum Täter wird, bewirke dadurch „ein Gruseln über den Text hinaus“.

In der Kategorie Beste Unterhaltung setzte sich der Theaterschauspieler Joachim Meyerhoff gegen seine Mitnominierten durch. Die als Live-Mitschnitt veröffentlichte Lesung seines dritten autobiografischen Romans „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ sei zugleich „irrsinnig komisch“ und „zu Tränen rührend tragisch“, empfindet die Jury, und sie würdigt Meyerhoffs „überaus unterhaltsamen Vortrag“ als „Plädoyer für die große Geste“.

Wie in den beiden Vorjahren moderiert Götz Alsmann die festliche Preisverleihung. Gastgeber am 7. März 2017 ist der Westdeutsche Rundfunk im Kölner Funkhaus am Wallrafplatz. Traditionell ist die Preisverleihung die Auftaktveranstaltung des internationalen Kölner Literaturfestes lit.COLOGNE.

Die Veranstaltung wird ab 20.05 Uhr live auf WDR 5 und den weiteren Kulturradios hr2-kultur, NDR Kultur, SWR2 und Antenne Saar sowie im Internet und als Audio- und Videostream auf wdr5.de übertragen.

Gemeinsam mit dem Deutschen Hörbuchpreis werden zwei Partnerauszeichnungen verliehen:

Hörbuch des Jahres 2016 der hr2-Hörbuchbestenliste ist das Hörspiel „Manhattan Transfer“ nach dem Roman von John Dos Passos in der Regie von Leonhard Koppelmann und Hermann Kretzschmar.

Für den Publikumspreis HörKules der „Buchwerbung der Neun“ kann unter www.hoerkules.de noch bis zum 15. Februar abgestimmt werden.

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