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Deutsche Welle: Korrespondent in Weißrussland wieder frei

Der am Mittwoch, 8. August, in Weißrussland festgenommene DW-Korrespondent Paulyuk Bykowski ist wieder auf freiem Fuß. Im Gespräch mit der Deutschen Welle dankte Bykowski für die Unterstützung aus Deutschland.

Der Journalist sagte, er hoffe auch weiterhin als Korrespondent für die Russisch-Redaktion der DW arbeiten zu können. „Noch ist meine Akkreditierung für die DW nicht abgelaufen, und ich hoffe, dass ich sie auch erneut beantragen kann.“ Die Behörden hätten ihm zur Auflage gemacht, dass er nicht öffentlich Stellung nehmen dürfe zu den Anschuldigungen und zum Verfahren. Er könne aber sagen, dass er weiterhin „den Status eines Verdächtigen“ habe.

DW-Redaktionsleiter Ingo Mannteufel: „Wir sind sehr erleichtert, dass unser Kollege aus der U-Haft entlassen worden ist. Wir erwarten, dass er auch künftig für die DW in Belarus als Korrespondent tätig ist und seine Akkreditierung beim weißrussischen Außenministerium behält.“

Im Vorfeld der Verhaftung hatten Vertreter weißrussischer Behörden Bykowskis Wohnung durchsucht. Die Deutsche Welle hatte anschließend beim Botschafter der Republik Weißrussland in Berlin Protest gegen die Verhaftung des DW-Korrespondenten eingelegt und seine unverzügliche Freilassung gefordert. Zudem wies die DW gegenüber dem Botschafter darauf hin, dass man rechtsstaatliches Vorgehen gegenüber akkreditierten Journalisten erwarte.

„Das Ermittlungskomitee ist zu mir gekommen“, schrieb der Mitarbeiter der DW am Mittwochmorgen auf seiner Facebook-Seite. Seine Frau bestätigte wenig später die Durchsuchung. Die Staatsanwaltschaft habe einen Durchsuchungsbefehl für die gesamte Wohnung vorgelegt. Die Ermittler hätten gegenüber Bykowski deutlich gemacht, ihn vorerst als Zeugen mitzunehmen. Im Gespräch mit der DW sagte seine Frau Volha Bykowskaja, die Vertreter der Ermittlungsbehörden seien gegen 8.30 Uhr in der Wohnung erschienen. Sie hätten Computer, Tablets, Telefone, Sticks, Discs und Bankkarten beschlagnahmt. Bykowskaja: „Die Durchsuchung dauerte ungefähr zwei Stunden.“ Die Festnahme sei ihrer Ansicht nach im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen unabhängige Journalisten in Weißrussland erfolgt. Bykowskaya: „Ein absolut absurder Fall.“

Am Dienstag (7. August) hatten Sicherheitskräfte die Redaktionsräume des weißrussischen Nachrichtenportals tut.by und der Nachrichtenagentur BelaPAN durchsucht. Nach Angaben der Behörden geschah dies im Zusammenhang mit Ermittlungen, bei denen es um einen angeblich illegalen Zugang zu kostenpflichtigen Informationsangeboten der staatlichen Nachrichtenagentur Belta geht. Paulyuk Bykowski hatte dazu als Medienexperte beim Sender Euroradio Stellung genommen.

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