RTL-Medienpolitik-Leiter Tobias Schmid kandidiert für LfM-Direktorenposten

Die Amtszeit von Jürgen Brautmeier, dem Direktor der nordrhein-westfälischen Landesmedienanstalt, endet am 30. September 2016. Sein Nachfolger könnte von RTL aus Köln zur Düsseldorfer Landesmedienanstalt wechseln. Die von der für die Wahl zuständigen Medienkommission eingesetzte Findungskommission hat den 46-jährigen Tobias Schmid einstimmig als Kandidaten für den Direktorenposten vorgeschlagen.

Tobias Schmid ist seit Januar 2005 Bereichsleiter Medienpolitik bei der Mediengruppe RTL Deutschland und seit September 2010 Executive Vice President Governmental Affairs bei der RTL Group. Daneben engagiert sich der promovierte Jurist auch im Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), seit November 2012 als Vorstandsvorsitzender. Von 1999 bis Ende 2004 war er für die Home Shopping Europe AG tätig. Hier verantwortete er als General Counsel die Bereiche Recht und Medienpolitik, Personal, interne Revision und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Wahl in der Medienkommission ist schon für die nächste Sitzung des Gremiums am 24. Juni geplant. Alle Mitglieder der Medienkommission haben die Möglichkeit, die eingegangenen Bewerbungen einzusehen, soweit die Bewerberinnen und Bewerber dazu bereit sind. Sie können dann vorschlagen, über die Empfehlung der Findungskommission hinausgehend weitere Bewerberinnen und Bewerber für die Wahl zu berücksichtigen. Tobias Schmid sowie die ggf. von der Medienkommission zusätzlich in die engere Auswahl genommenen Bewerberinnen und Bewerber stellen sich am 24. Juni persönlich vor. Die Wahl erfolgt im Anschluss hieran gemäß den Vorgaben des Landesmediengesetzes NRW.

Der Vorsitzende der aus neun Mitgliedern der Medienkommission bestehenden Findungskommission, Werner Schwaderlapp, sagte: „Ich freue mich, dass Dr. Tobias Schmid bereit ist, für das Amt des Direktors der Landesanstalt für Medien NRW zu kandidieren. Herr Dr. Schmid zählt zu den besten medienpolitischen Experten in Deutschland und verfügt darüber hinaus über Erfahrungen auch auf europäischer Ebene. Er teilt unsere Grundüberzeugungen über die zu schützenden Werte Menschenrechte, Sicherung von Meinungsvielfalt und Jugendschutz in den traditionellen Medien und über deren Bedeutung in vergleichbaren Formen der Internet-Kommunikation. Als Direktor der LfM würde er daran mitwirken, diese Werte in zeitgemäße Formen der Medienaufsicht umzusetzen. Die Förderung von Medienkompetenz und Partizipation sind weitere wichtige Ziele für die Arbeit der LfM in den nächsten Jahren.“

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