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“Tabubruch”: MDR Aktuell erzählt in Podcast besondere Lebensgeschichten

Das Leben von Menschen ist mehr als nur eine schnelle Nachrichtenschlagzeile. Hinter jeder Meldung steckt ein Erlebnis, ein Lebensweg, ein Schicksal. Doch gerade mit Menschen, deren Lebensgeschichte mit einem Tabu behaftet ist, wird selten gesprochen. Genau deshalb gibt es den Podcast “Tabubruch” von MDR AKTUELL, dem Nachrichtenradio.

Welche Alltagsprobleme hat ein Transgender? Wie sieht das Leben eines HIV-Patienten aus? Wie finden sich Soldaten mit psychischen Problemen im Alltag zurecht? Wie reflektiert ein Mörder seine Tat? Wie geht es jemandem, der pädophil ist? Diesen und weiteren Fragen geht Reporterin Theresa Liebig nach. Dafür trifft sie sich regelmäßig mit Betroffenen.

Normalerweise formuliert die MDR AKTUELL-Reporterin objektive, kurze und präzise Nachrichtenbeiträge. Dafür spricht sie mit Verbänden, Politikern und Pressesprechern. Im Podcast “Tabubruch” macht sie nun das Gegenteil. Sie nimmt sich viel Zeit, um die persönlichen Geschichten von Menschen zu hören, die sich hinter den Nachrichtenmeldungen verbergen. Dabei hofft sie, dass die Hörerinnen und Hörer die Menschen in den Gesprächen näher kennenlernen und die eigenen Vorurteile hinterfragen: “Vielleicht ändert jemand seinen Blickwinkel und steckt einen Mörder, einen Obdachlosen oder einen Pädophilen nicht mehr sofort in die berühmte Schublade.”

In der aktuellen Folge kommt David zu Wort, der schon immer Soldat werden wollte. Mit 21 hat er dann den ersten Auslandseinsatz, der ihn bis heute nicht mehr loslässt. Er leidet unter einer Posttraumatische Belastungsstörung, denn eine Frage treibt ihn noch immer um: Hat er ein kleines Mädchen erschossen oder nicht?

Der Podcast kann auf mdraktuell.de und in der ARD Audiothek, bei Apple Podcasts, Spotify und Google Podcast abonniert werden. Jeden Monat erscheint eine neue Folge.

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