“Zu den Gründen der Abberufung von Martin Deitenbeck gehört im Übrigen ausdrücklich nicht seine Mitarbeit an dem schwierigen Verfahren um den 2. bundesweiten DAB+-Multiplex”, erklärt die SLM zudem. Damit reagiert die Medienanstalt auf einen Bericht der Bild-Zeitung vom 13. Februar, die darin gemutmaßt hatte, Deitenbecks Abberufung könnte im Zusammenhang mit den Kontroversen rund um die Vergabe des 2. Digitalradio-Bundesmux stehen. “Bild” berichtete zudem, dass der SLM eine Schadenersatzklage in Millionenhöhe von Seiten des Leipziger Unternehmers Steffen Göpel drohe. Dieser war bei der Vergabe des Plattformbetriebs für den 2. Bundesmux gegen das Konsortium “Antenne Deutschland” unterlegen.

“Die Parteien verpflichteten sich über diese Information hinaus, zu den Inhalten bzw. den Gründen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Stillschweigen zu bewahren”, heißt es in der Mitteilung weiter. Der Medienrat werde zügig auf der Grundlage einer Ausschreibung einen neuen Geschäftsführer berufen. Man danke Martin Deitenbeck “für seinen engagierten Einsatz für den privaten sächsischen Rundfunk in den letzten 20 Jahren” und hoffe, “dass er für die weitere Entwicklung des Rundfunks und der Medien in Deutschland seine Erfahrungen erfolgreich an anderer Stelle weiter einbringt.”

Weitere Einordnungen zu möglichen Hintergründen und Gemengelagen der sächsischen Medienpolitik finden sich im Artikel des sächsischen Medienblogs “Flurfunk Dresden”.