Rundfunktradition seit 1947: „Der 29. Januar“ – Nordwestradio lässt Hörerinnen und Hörer ihren Tag erzählen

Der 29. Januar 2017 soll kein Radio-Tag wie jeder andere werden. Am Sonntag, 29. Januar, steht das Nordwestradio von 11.00 bis 15.00 Uhr mit einer großen Live-Sendung im Zeichen ganz individueller Blicke auf die Welt und das Leben. Ein Nordwestradio-Reporter wird auf Fahrt durch Bremen geschickt, auf die Suche nach dem, was die Menschen an diesem Tag im Großen wie im Kleinen bewegt. Und das Nordwestradio lädt seine Hörerinnen und Hörer dazu ein, in einem Online-Tagebuch festzuhalten, was sie an diesem Tag denken, fühlen und erleben. Auch prominente Gäste wie Willi Lemke, die Lyrikerin Nora Gomringer, die Schauspielerin Gabriela Maria Schmeide und Milo, die Sängerin der Band Rhonda, sprechen über „ihren“ 29. Januar.

Gespräche und historische Ton-Dokumente führen zudem zurück zum 29. Januar 1947, 1977 und 1997. Denn das Projekt steht in einer Tradition, die Hörfunkgeschichte geschrieben hat: Am 29. Januar 1947 forderte der NWDR seine Hörerinnen und Hörer auf, den 29. Januar zu beschreiben. Das Ergebnis montierte der Feature-Pionier Ernst Schnabel zur Chronik eines Tages. Es war so erfolgreich, dass WDR und NDR dreißig Jahre danach das Experiment wiederholten. Weitere zwanzig Jahre später luden NDR 4 und Radio Bremen 2 ihre Hörerschaft ein, zu notieren, was sie am 29. Januar 1997 erlebt haben. Aus über 1.200 Briefen, zwei Dutzend Kassetten und den Reportagen von elf Reportern gestaltete der Autor Hartwig Tegeler ein Porträt dieses Tages.

Zwanzig Jahre später soll der 29. Januar nun ein neues, zeitgemäßes Gesicht bekommen. Die Fragestellung an die Hörerinnen und Hörer lässt viel Raum zur Mitarbeit: „Was denken, fühlen und erleben Sie an diesem Tag? Was ist Ihr Blick auf Ihr Leben, auf die Welt an diesem 29. Januar?“ Mitmachen können die Hörerinnen und Hörer am Sonntag, dem 29. Januar, ab 0 Uhr per Email an projekt29@radiobremen.de. Die Zuschriften münden auch in den Tagesblog und Auszüge werden in der Sendung zu hören sein.

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