Radio Frankfurt stellt Sendebetrieb ein

Die Oderstadt wird ihren eigenen Lokalsender Radio Frankfurt verlieren, das wurde gestern im Kreise der Gesellschafter entschieden. Zuvor sind Bemühungen gescheitert den Sendern mit anderen Partnern fortzuführen. Nach unbestätigten Informationen droht die Einstellung des Sendebetriebs bereits zum Jahresende. Die Lizenz soll an die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) zurück gegeben werden.

Auf Nachfrage der radioWOCHE sagte 99.3 Radio Frankfurt Geschäftsführerin Juliane Adam: „Wir mussten diese schwere unternehmerische Entscheidung treffen, da wir auch in der Zukunft keine positive Entwicklung für Frankfurt (Oder) erwarten. Dieser Schritt ist uns sehr schwer gefallen, weil 99.3 Radio Frankfurt (Oder) unglaublich beliebt ist und von den Hörern seit Jahren sehr gut angenommen wird. Leider verdienen wir kein Geld mit den Hörern, sondern ausschließlich durch die Einnahmen von Hörfunkwerbung“, so Adam weiter.

In Frankfurt (Oder) gibt es nach den Worten von Juliane Adam zu wenige Unternehmen, welche als Kunden in Frage kämen. „Ich würde mir sehr wünschen, wenn Frankfurt (Oder) wieder die Chance auf einen eigenen lokalen Radiosender bekäme, vielleicht findet sich ein Betreiber nach der Neuausschreibung, der über ein größeres finanzielles Polster verfügt. Die Mitarbeiter hätten es mehr als verdient, wenn es in Frankfurt (Oder) weiter gehen könnte!“

Die UKW-Frequenz 99,3 MHz ist die dritte Frequenz in der Oderstadt, die in den letzten Wochen frei wurde. Zuvor hatten Klassik Radio und Radio Paloma auf eine Ausstrahlung verzichtet. Die Frequenzen sind bereits von der Medienanstalt Berlin/Brandenburg neu ausgeschrieben worden.

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