ORF verkauft Wiener Funkhaus an Baukonzern

Der Österreichische Rundfunk (ORF) verkauft sein traditionsreiches Wiener Funkhaus in der Argentinierstraße an den Vorarlberger Baukonzern Rhomberg. Der ORF-Stiftungsrat hat das Geschäft am Donnerstag genehmigt. Der erzielte Preis soll deutlich über dem Mindestgebot von 20 Millionen Euro liegen.

Behalten wird der ORF allerdings den „Kulturtrakt“ mit Hörspielstudios und großem Sendesaal und den Peichl-Trakt, in dem ein Hauptstadtstudio angesiedelt wird. Der ORF wird das zentrumsnahe „RadioKulturhaus“ auch weiterhin als Veranstaltungsort und Kulturzentrum nutzen.

Der ORF trennt sich von seiner Liegenschaft, da er seine Wiener Standorte im ORF-Zentrum am Küniglberg zusammenführen will. Das Kulturradio Ö1 und die junge Welle FM4, die bisher in der Argentinierstraße sitzen, ziehen auf den Küniglberg.

Der Verkauf war nicht unumstritten – die Mitarbeiter hatten sich für einen Verbleib in der Argentinierstraße eingesetzt, mit der IG Funkhaus bildete sich zudem um den Schauspieler Karl Markovics eine Gruppe von Schauspielern, Musikern und Kulturschaffenden, die den Standort als kulturelles Zentrum erhalten wollte und ebenfalls ein Kaufangebot eingereicht hatte.

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