Niederlande: Regierung will 2017 UKW- und Digitalradiolizenzen versteigern

In den Niederlanden sollen 2017 die bestehenden UKW-Lizenzen per Auktion neu vergeben werden. Einen entsprechenden Plan stellte der niederländische Wirtschaftsminister am Freitag vor. 2017 laufen alle landesweiten und regionalen UKW-Lizenzen, die DAB+ und die Mittelwellenlizenzen aus. Auf eine erneute Versteigerung der Mittelwellenlizenzen will man verzichten.

Um die UKW-Lizenzen wird es wie zuletzt 2003 einen Bieterwettstreit geben. Ausgang offen – einige bestehende Lizenzinhaber könnten leer ausgehen. Die neuen Lizenzen sollen zehn Jahre lang laufen, statt bisher acht. Von den neun landesweiten UKW-Senderketten werden nur noch zwei Formatvorgaben haben – eine Lizenz für Nachrichtenformate (aktuell: BNR) und eine für niederländische Musik (aktuell: 100%NL). Dazu sollen Medienkonzentrationsregeln gelockert werden, es dürfen also mehr Lizenzen als bisher in einer Hand liegen. Auch Auflagen für die regionalen Sendernetze werden reduziert.
Festhalten will man an der Koppelung der UKW-Lizenzen an die landesweite DAB+ Ausstrahlung. Wer eine landesweite UKW-Kette ersteigert, muss also auch im landesweiten DAB+ Mux senden. Dazu soll es ein zweites landesweites Privatradiomux geben, so könnten 15 weitere Sender über DAB+ senden.

Die niederländischen Privatradios  zeigen sich von den Plänen der Regierung überrascht. Sie gingen von einer Verlängerung der Lizenzen aus, wie sie bereits 2011 stattfand.

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