Mehr Geld für den BBC World Service

Die europäischen Auslandsrundfunkanstalten wie der BBC World Service oder die Deutsche Welle haben in den letzten Jahren diverse Sparrunden erlebt, Sprachenangebote wurden reihenweise eingestellt. In manchen europäischen Ländern wie den Niederlanden blieb am Ende nur noch ein Rumpfangebot im Internet übrig.

Im Angesicht der Krisenherde überall auf der Welt, entdecken die Regierungen die kleingesparten Auslandssender gerade wieder. Der World Service der BBC bekommt ab 2017/18 jährlich rund 120 Millionen Euro als Zuschuss von der Regierung. Damit soll seine Reichweite erhöht werden, man will künftig eine halbe Milliarde Menschen weltweit erreichen – und sich insbesondere auf den Ausbau in den russischsprachigen Regionen, Nordkorea, dem Nahen Osten und Afrika konzentrieren. BBC Generaldirektor Hall lobt den World Service als einen der bedeutendsten Kulturexporte Großbritanniens.Der Trend geht dabei weiter weg vom klassischen Radio, hin zum Ausbau von Internet- und TV-Angeboten.

Rolle rückwärts
Aktuell erreicht der World Service rund 300 Millionen Menschen und sieht sich der zunehmenden Konkurrenz von Angeboten aus Russland, der Golfregion oder China ausgesetzt. 2010 hatte die britische Regierung beschlossen den World Service nicht mehr finanziell zu unterstützen, seitdem wird er aus dem BBC-Budget bestritten. Nun revidiert man in London diesen Kurs und stattet den Sender wieder besser aus.

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