harmony.fm steht vor umfangreichen Veränderungen

Umfangreiche Veränderungen im Programm von harmony.fm kündigt Radio/Tele FFH Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth gegenüber der radioWOCHE an und sagt im gleichen Satz, dass der Anlass für die Neuausrichtung nicht die Media Analyse sei, auch wenn man das schnell vermuten könnte. So hat harmony.fm gut ein Drittel seiner Hörer bei der letzten MA eingebüßt. „Die Zahlen schwanken von MA zu MA. harmony.fm bewegt sich immer zwischen 30.000 und 50.000 Hörern“, so Hillmoth.

Vielmehr macht Hans-Dieter Hillmoth die schlechte Versorgungsreichweite für die Hörerzahlen verantwortlich. So habe der direkte Konkurrent hr1  eine Sendeleistung von 405 Kilowatt wenn man alle UKW-Frequenzen zusammen rechnet, harmony.fm kommt hingegen mit seinen 24 UKW-Frequenzen nur auf 7 Kilowatt. Dafür erreiche harmony.fm beachtliche Hörerzahlen, meint Hillmoth. Eine Lösung für das Reichweitenproblem liefert er auch gleich mit, so stehe im Moment die reichweitenstarke UKW-Frequenz des AFN zur Debatte. „Damit lasse sich halb Hessen versorgen“, so der FFH-Geschäftsführer.

Der Sender harmony.fm soll künftig für eine klare Linie stehen und als reiner Musikspartensender für die 35-59 jährigen wahrgenommen werden. Das war nach Hillmoths Worten in der Vergangenheit nicht immer so. Dafür hat der FFH-Geschäftsführer hausintern die Stelle des Programmchefs neu besetzt. Künftig wird planet radio Programmchef Marko Eichmann in Doppelfunktion beide Sender leiten. Dazu ist die harmony.fm Crew bereits vom zweiten Obergeschoss im Funkhaus in Bad Vilbel ins Erdgeschoss zu planet radio gezogen, was die Arbeit von Programmchef Marko Eichmann erleichtern soll.

Einen ersten Eindruck wie das neue harmony.fm klingen wird, gibt es seit vergangenen Donnerstag. Seither erstrahlt der Sender in einem neuen akustischen Kleid, produziert von Reelworld und inhouse angepasst von der FFH-Produktion. Daneben gibt es mit „Good Times, Good Music“ auch einen neuen Slogan und mit Schauspielerin Maja Maneiro eine neue Station-Voice.

Neben den ersten hörbaren programmlichen Neuerungen stehen noch weitere Änderungen an. So soll auch das Moderatorenteam verjüngt werden: „Wir werden uns im Spätherbst auf die Suche nach neuen Moderatoren begeben“, kündigte Hillmoth gegenüber der radioWOCHE an. Insgesamt werden künftig noch zehn Personalstellen für harmony.fm besetzt, zweieinhalb weniger als bisher.

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